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Radio Hamburg

Olaf Scholz im Studio

Der Bürgermeister privat

Olaf Scholz und Daneile Katzenberger

Vor dem Besuch von Bürgermeister Olaf Scholz, war Daniela Katzenberger zu Besuch im Studio. Die beiden haben sich vor dem Studio kurz getroffen.

Nach 100 Tagen im Amt als Bürgermeister kommt Olaf Scholz wie versprochen zu John Ment ins Studio und trifft sogar Daniela Katzenberger.

Hamburg - Einen Tag nach seiner Wahl zum Bürgermeister (8. März) war Olaf Scholz zu Besuch in der Radio Hamburg Morning-Show und hat erzählt, welche politischen Ziele er sich für sein Amt vorgenommen hat. Auch Privat hat der 53-Jährige (hatte am 14. Juni Feburtstag) vor 100 Tagen erzählt. Nun ist er wie versprochen wieder zu Besuch und hat diesmal sogar ein Treffen der anderen Art. Unterschiedlicher könnten Sie nicht sein: Olaf Scholz meets Daniela Katzenberger. Für ein kurzes Händeschütteln und ein Foto stehen die beiden vor dem Radio Hamburg Studio.

Lesen und hören Sie (in Kürze) hier das Interview mit dem Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz in Auszügen:

Herr Scholz, wann sind Sie das letzte Mal geblitzt worden?

"Das weiß ich jetzt gar nicht, aber es ist auch schon mal passiert."

Gestern sind Sie 53 Jahre geworden. Was war das Top-Geschenk?

"Viele Geschenke habe ich nicht bekommen. Kuchen und so haben mir die Leute geschickt, das kann ich gar nicht alles essen. Das habe ich alles verteilt."

Wie sieht Ihr Terminkalender aus?

"Ganz viele Leute sind im Gange, viele Termine zu koordinieren. Heute war es ein bisschen schwierig, weil der Bundespräsident heute ja nach Hamburg zum Antrittsbesuch kommt. Wir zeigen ihm ein paar gute Seiten von Hamburg und sprechen auch mit ihm über Dinge, die für die Zukunft wichtig sind. Zum Beispiel habe ich Wert darauf gelegt, dass wir uns mit Männern und Frauen darüber unterhalten, die sich darum kümmern, dass jeder einen Ausbildungsplatz bekommt."

Daniele Katzenberger sagte folgendes auf die Frage, was sie machen würde, wenn sie Bürgermeisterin wäre: "Sprit-Preise senken, die Steuern senken und für Highheels sichere Gehwege bauen."

Auf die Gehwege für Highheels antwortet Scholz:

"Es gibt ja eine ganze Reihe von Verbesserung von Gehwegen, die in den letzten Jahren stattgefunden haben, aber eher für andere Zielgruppen. Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, mit Erhebungen umzugehen. Daher sind viele Gehwege behindertengerecht ausgebaut. Das passt so ungefähr (Scholz lacht)."

Und bei den Sprit-Preisen, kann man da mal den Hebel ansetzen?

"Nicht in Hamburg!"

John Ment liest ein Horoskop für den Bürgermeister vor, in dem steht, dass er alle Konflikte heute vermeiden soll und John fragt, welche Konflikte es noch zu bewältigen gibt:

"Na das Wichtigste ist ja, dass man den einen oder anderen Konflikt löst, ohne dass das andere mitbekommen."

Sie sind jetzt 100 Tage im Amt, wie zufrieden sind Sie mit sich und Ihrer Arbeit als Bürgermeister der Stadt Hamburg?

"Das ist ne Frage, die immer zu Selbstüberheblichkeit führt, wenn man direkt darauf antwortet. Ich habe schon Respekt vor der Arbeit, die da zu machen ist, ist nicht leicht, aber es ist auch eine lösbare Aufgabe. Und das Wichtigste ist, dass wir dafür sorgen, dass alles was vor der Wahl von mir und meinen Freunden versprochen wurde, umgesetzt wird. Stück für Stück. Das ist ein Vertrauen, dass die Bürgerinnen und Bürger investiert haben und wo sie sehen müssen, das klappt auch, was sie da erwartet haben."

John Ment spricht Olaf Scholz auf Facebook-Spontan-Partys an, die wie die versehentlich öffentlich kommunizierte Party von Thessa hier in Hamburg Schlagzeilen gemacht hat. Was hält der Bürgermeister davon?

"Ich finde das sehr schwer zu sagen, was man davon halten soll, denn tatsächlich ist es ja eine Möglichkeit, eine Party bekannt zu machen. Das sind ja die Vorzüge solcher sozialen Netzwerke. Das andere Leute kommen und randalieren, das ist nicht bestellt, das ist nicht richtig."

Wer zahlt das eigentlich?

"Polizeieinsätze sind dazu da, dass sie die Sicherheit der Bürger gewährleisten. Und wenn jeder nur dann Schutz bekommt, wenn er dafür zahlt, dann wären wir in einer anderen Republik. Von daher ist das erst mal eine öffentliche Aufgabe. Ich weiß ja nicht, was Thessa sich dabei gedacht hat, aber jedenfalls niemand muss damit rechnen, dass ganz viele Leute kommen und Pöbler dazwischen sind."

Wie aktiv sind Sie bei Facebook?

"Ich habe eine Facebook-Site, aber nicht mit alle den interaktiven Funktionen, weil dann wäre ich von morgens bis abends damit beschäftigt Freunde anzunehmen und abzulehnen."

Thema: Studentenproteste in Hamburg. Was halten Sie davon?

"Das die Universitäten Fortschritte machen müssen, dass es bei der Qualität der Lehre auch Verbesserungen geben kann, übrigens nicht nur mit mehr Geld, sondern auch mit mehr Mühe - das ist sicher richtig. Wir brauchen aber ein ganz vernünftige, rationale Debatte. Wir geben mehr Geld aus für die Hochschulen. Wir werden das sogar noch aufstocken - das steht auch schon länger fest. Die Tarifsteigerung für die Mitarbeiter der Hochschulen und es kommt noch das Geld für den Hochschulpakt. Und die wichtigste Aufgabe für die nächsten Jahre ist es, dass wir Geld auftreiben für Investitionen in Gebäude, für die Forschung, die die schwarz-gelbe Regierung gar nicht vorgesehen hatte."

Welcher Kandidat ist für Sie in der SPD Favorit als Kanzler bei der Bundestagswahl 2012: Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier oder Sie selbst?

"Das entscheiden wir unmittelbar vor der Wahl. Und das wird dann derjenige sein, der die besten Chancen hat. Für mich selber habe ich ganz klare Aussagen gemacht. Ich habe hier als Bürgermeister kandidiert und will meine Arbeit so gut machen, dass ich in vier Jahren wiedergewählt werde."

Welcher Promi, den Sie getroffen haben, hat Sie besonders beeindruckt.

"Na, es gibt ganz viele, mit denen ich gesprochen habe. Prinz Haakon war sehr beeindruckend und ich habe mich jetzt mit Eric Schmidt von Google unterhalten, der das Unternehmen weltweit verantwortet. Das war auch sehr interessant, weil das ja doch etwas ist, was zur modernen Zeit und unserer Medienstadt dazugehört."

Haben Sie schon mal als Bürgermeister einen Promi nicht erkannt oder den Namen vergessen?

"Das ist mir auch schon mal passiert als ich noch kein Bürgermesiter war. Und das Gute ist, dass es Leute gibt, die man beiseite nehmen kann."

Was steht heute noch an?

"Erst mal das Treffen mit dem Bundespräsidenten, das ist schon lange geplant. Und dann beschäftige ich mich noch mit dem Haushalts-Fragen. Mit dem Hamburger Haushalt und wie wir das hinbekommen, dass wir 2012 keine Schulden mehr machen."