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Radio Hamburg

Tödlicher Busunfall in Tonndorf

Gutachter belastet Feuerwehrmann schwer

Hamburg, 31.08.2012
Feuerwehr, Tonndorf, Linienbus, Bus, 06.07.11

Ein Gutachter hat den Feuerwehrmann, der das Einsatzauto fuhr, das mit dem Bus in Tonndorf zusammengestoßen ist, schwer belastet.

Im Prozess um den tödlichen Busunfall in Tonndorf hat ein Gutachter den Unfallfahrer des Feuerwehrautos schwer belastet.

Im Prozess um den tödlichen Busunfall in Tonndorf im vergangenen Jahr hat ein Gutachter den angeklagten Feuerwehrmann schwer belastet: Der 28-jährige André K. ist viel zu schnell gewesen, so das Urteil des Unfallexperten.
 
 Im Juli vergangenen Jahres ist ein Feuerwehrauto in Tonndorf in einen HVV-Bus gerast. Zwei Menschen sind gestorben, 23 haben sich verletzt. Der Gutachter hat den Unfallhergang im Prozess am Donnerstag genau nachgestellt. Dazu hat er Videos, Simulationen und Grafiken ins Feld geführt.

 Gutachter: Feuerwehrmann ist zu schnell gefahren

 Das Urteil des Gutachters fällt verheerend aus.  Als der Feuerwehrmann auf die Kreuzung gefahren ist, hätte er allerhöchstens 30 km/h fahren dürfen, um den von der Seite kommenden Verkehr nicht zu gefährden. Bei dem Unfall ist das Feuerwehrauto aber 43 Stundenkilometer schnell gewesen. Die Frage, ob der Feuerwehrmann sein Martinshorn zu spät eingeschaltet hat, wie Staatsanwaltschaft behauptet, haben die Richter an diesem Prozesstag nicht klären können. Durch die Zeugenaussagen lässt sich das Geschehen nicht eindeutig rekonstruieren.
 
 Nächste Wochen wollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers halten und für September ist das Urteil geplant.

(tri/aba)