Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Anwohner-Protest in Jenfeld

Autokorso gegen Ex-Sicherungsverwahrte

Plakate Autokorso gegen Ex-Sicherungsverwahrter

Unter anderem hatten die Anwohner diese Plakate in die Autoscheiben geklebt, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Nachdem der dritte Ex-Sicherungsverwahrte in das Altenheim in Hamburg-Jenfeld eingezogen ist, protestieren die Anwohner nun mit einem Autokorso.

Hamburg, 06.02.2012

Mit einem Autokorso haben die Anwohner des ehemaligen Altenheims in Hamburg-Jenfeld ihrem Ärger Luft gemacht, dass ein dritter Ex-Sicherungsverwahrter in ihrer Nähe eingezogen ist. 100 Fahrzeuge bildeten den Autokorso, begleitet von der Polizei. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Keine polizeiliche Überwachung

In das ehemalige Altenheim in Hamburg-Jenfeld ist am Freitag (03.02.2012) ein dritter ehemaliger Sicherungsverwahrter eingezogen. Das bestätigte Justizbehördensprecher Sven Billhardt. "Bild"-Hamburg hatte zuerst darüber berichtet. Das Hanseatische Oberlandesgericht habe die sofortige Entlassung von Jens B. angeordnet, teilte Billhardt weiter mit. In dem früheren Altenheim sind seit Mitte Januar schon die beiden ehemaligen Schwerverbrecher Hans-Peter W. und Karsten D. trotz heftiger Anwohnerproteste untergebracht.

Anders als diese beiden Bewohner soll Jens B. nach Informationen der "Welt" nicht von der Polizei überwacht werden. Zwei psychiatrische Gutachten bescheinigten ihm eine geringe Rückfallgefahr. Er hat eine 15-jährige Haftstrafe und eine zehnjährige Sicherungsverwahrung abgesessen, nachdem er 1986 in Göttingen eine Frau vergewaltigt und auf sie eingestochen hatte.

Nach Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts darf eine Sicherungsverwahrung nicht mehr nachträglich auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Deshalb mussten und müssen mehrere als gefährlich geltende ehemalige Schwerverbrecher freigelassen werden, die ihre reguläre Haftstrafe abgesessen haben. Ihren Wohnort können sie dann eigentlich frei wählen. Da sie jedoch große Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu finden, hat der Hamburger SPD-Senat vorerst für ein Jahr das ehemalige Altenheim als zentralen Wohnort für gleich mehrere entlassene Sicherungsverwahrte auserkoren. (dpa)