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Radio Hamburg

Illegale Pflanzenschutzmittel verkauft

Hamburger Kaufmann verurteilt - 34.000€ Strafe

RHH - Expired Image

Ein Hamburger Kaufmann hat tonnenweise verbotene Pflanzenschutzmittel an Kunden in Deutschland und Europa verkauft. Jetzt ist er verurteilt worden.

Hamburg - Das Landgericht der Hansestadt verurteilte den 67-Jährigen deswegen am Dienstag (03.01.2012) zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Er muss zudem mehr als 340.000 Euro zahlen. Die Summe setzt sich aus den Erlösen des illegalen Handels und Geldbußen zusammen. "Dem Angeklagten wird praktisch sein ganzes Vermögen weggenommen", sagte der Vorsitzende Richter. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der nicht vorbestrafte Kaufmann gegen das Chemikaliengesetz verstoßen hat.

Krebserregende Pestizide weiterverkauft

Der Mann habe unter anderem das gefährliche und krebserregende Pestizid Nikotinsulfat aus China eingeführt und an Gartenbaubetriebe weiterverkauft. "Der Angeklagte ließ auf Bitten seiner Kunden Umetikettierungen vornehmen", sagte der Vorsitzende Richter. Auf den Fässern stand die Bezeichnung "Alzogur", das weniger gefährlich ist als Nikotinsulfat. Dieses Pestizid ist seit Mitte 2008 in Deutschland verboten. Zudem habe der 67-Jährige bei einer Straftat mehr als 1.000
Liter des ebenfalls verbotenen, sehr giftigen und krebserregenden Insektizids Lindan veräußert. Die Kammer verurteilte ihn außerdem wegen Urkundenfälschung.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren für angemessen gehalten. Die Verteidigung ließ offen, ob sie in Revision gehen will. Der Angeklagte hatte in dem Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Damit haben Sie Boden gutgemacht", sagte der Vorsitzende Richter dem Angeklagten. Zudem habe dieser Reue gezeigt. (dpa)