Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Nach Methadon-Tod von Chantal

Gesundheitszeugnis für Pflegeeltern

Als Konsequenz aus dem Methadon-Tod der 11-jährigen Chantal in Wilhelmsburg sollen Pflegeeltern in Zukunft ein Gesundheitszeugnis mit Drogentest vorlegen.

Hamburg - Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele hat jetzt neue Regeln für die Vermittlung von Kindern in Pflegefamilien angeordnet. Alle Bewerber und die in ihrem Haushalt lebenden Menschen müssen künftig ein Gesundheitszeugnis mit Drogentest vorlegen und dürfen im Führungszeugnis keinen Eintrag haben. Zudem sollen alle 1.300 Hamburger Pflegefamilien bis zum 15. Februar überprüft werden, um die Lebensumstände noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es auch Vorermittlungen gegen die Verantwortlichen im Fall Chantal.

Chantals Eltern sind drogenabhängig

Chantal starb am 16. Januar im Stadtteil Wilhelmsburg an einer Vergiftung mit der Heroin-Ersatzdroge Methadon. Das Kind lebte bei Pflegeeltern, beide sind drogenabhängig und in einem Methadon-Programm. In Wilhelmsburg war 2009 auch das neun Monate alte Baby Lara Mia ums Leben gekommen, das Mädchen war abgemagert bis auf Haut und Knochen. Wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen verhängte das Hamburger Amtsgericht im August 2010 einen Strafbefehl gegen die zuständige Sozialarbeiterin. Sie musste 2.700 Euro zahlen.

Druck auf Schreiber wächst

Bereits zum zweiten Mal sei in Schreibers Verantwortungsbereich ein Kind, das unter ständiger Aufsicht des Jugendamtes stand, unter tragischen Umständen ums Leben gekommen, erklärte die CDU-Fraktion. Der Senat solle Schreiber die Zuständigkeit für das Jugendamt Hamburg-Mitte entziehen und direkt der Sozialbehörde unterstellen. Nur so könnten die Versäumnisse umfassend aufgearbeitet werden. Die Kontrolle der Pflegefamilie durch das Jugendamt sei lückenhaft gewesen, kritisierten auch die Grünen. Beide Fraktionen forderten einen unabhängigen Sonderermittler. (dpa)