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Radio Hamburg

Caesar S. schweigt immer noch

Zeugenbefragung zum Horror-Unfall wird fortgesetzt

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Vier Menschen kamen vor einem Jahr bei dem Horror-Unfall in Eppendorf ums Leben.

Auch am zweiten Prozesstag um den Eppendorfer Horrorunfall vor einem Jahr schweigt der Angeklagte Caesar S..

Hamburg, 29.03.2012

Der Prozess um den Horror-Unfall von Hamburg-Eppendorf ist am Donnerstag mit der Befragung von weiteren Zeugen fortgesetzt worden. Der 39 Jahre alte Unfallfahrer muss sich seit Montag vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Laut Anklage verlor der 39-Jährige im vergangenen März aufgrund eines epileptischen Anfalls auf einer Kreuzung im Stadtteil Eppendorf die Kontrolle über sein Auto und schleuderte damit in eine Personengruppe. Der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, die Bildhauerin Angela-Maria Kurrer sowie der Schauspieler Dietmar Mues und dessen Ehefrau Sibylle starben bei der Kollision.

Der Angeklagte schweigt auch am zweiten Verhandlungstag

Wie schon beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte zu Beginn des zweiten Verhandlungstages. Sein Mandant wolle die weiteren Zeugenaussagen abwarten, bevor er sich zu seinen persönlichen Lebensumständen wie schulische Laufbahn und familiäre Situation äußere, sagte der Verteidiger. Für den Prozess sind acht weitere Verhandlungstage angesetzt worden. Ein Urteil wird nicht vor Mai erwartet.

So ist der Unfall vor einem Jahr passiert

Kurz nach 17 Uhr am 12.03.2011 fährt an der Kreuzung Eppendorfer Baum, Eppendorfer Landstraße ein Kleinwagen bei Rot über die Ampel und überschlägt sich. Nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto wird der Kleinwagen in eine wartende Menschengruppe geschleudert. Drei Menschen sterben sofort am Unfallort.

Unter den Toten sind der Sozialwissenschaftler Günter Amendt (71) und der Schauspieler Dietmar Mues (65) sowie dessen Ehefrau. In dem Auto, das mit dem Fahrzeug des Unfallverursachers zusammengestoßen war, saßen außerdem der Schauspieler Peter Striebeck sowie dessen Ehefrau Ulla, beide kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Caesar S., der am Steuer des Unfallwagens saß, litt an epileptischen Anfällen und war trotz mehrer selbstverschuldeter Unfälle weiterhin Auto gefahren.

Caesar S. muss bei einer Verurteilung mit bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen.