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Radio Hamburg

Horror-Unfall von Eppendorf

Caesar S. schweigt zum Prozessauftakt

Schwerer Unfall in Eppendorf

Der tragische Unfall in Eppendorf 2011, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, sorgte bundesweit für Aufsehen.

Vor dem Hamburger Landgericht beginnt heute der Prozess gegen Caesar S. Vor einem Jahr waren bein einem Unfall in Eppendorf vier Menschen ums Leben gekommen.

Hamburg, 26.03.2012

Im Prozess um den Horror-Unfall von Hamburg-Eppendorf hat der Angeklagte, Caesar S., zum Auftakt geschwiegen. Sein Mandant werde zur Zeit keine Angaben machen, sagte der Verteidiger am Montag vor dem Hamburger Landgericht. Bei dem tragischen Crash waren der Sozialwissenschaftler Günter Amendt, die Künstlerin Angela Kurrer sowie der Schauspieler Dietmar Mues und dessen Ehefrau Sibylle vor gut einem Jahr ums Leben gekommen.

Laut Anklage hatte der Unfallfahrer im vergangenen März wegen eines epileptischen Anfalls auf einer Kreuzung im Stadtteil Eppendorf die Kontrolle über sein Auto verloren und war damit in eine Menschengruppe geschleudert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-Jährigen fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs vor.

Schockierende 3D-Animation des Unfallhergangs

Die drei Söhne des getöteten Ehepaares Mues nehmen als Nebenkläger an dem Prozess teil. Im Gerichtssaal sitzen sie dem Todesfahrer gegenüber. Der 39-Jährige zeigte während der Anklageverlesung keine Regung. Erst als die Kammer 3D-Darstellungen des Unfallortes zeigte, wirkte er betroffen. Im Zuschauerraum begannen einige zu weinen, die drei Söhne blieben gefasst. Auf den Bildern waren unter anderem der fast vollständig zertrümmerte Unfallwagen und Fahrradteile zu sehen.

Insgesamt sollen 28 Zeugen und vier Sachverständige befragt werden. Für den Prozess sind zunächst neun weitere Termine angesetzt. Ein Urteil wird nicht vor Mai erwartet.

Caesar S. wird fahrlässige Tötung vorgeworfen

Die Staatsanwaltschaft wirft Caesar S. unter anderem fahrlässige Tötung in vier Fällen vor. Das Argument: Der 39-Jährige hat gewusst, dass er ein Verkehrsrisiko ist. Zwischen 2004 und 2008 hat der Epileptiker bereits drei schwere Unfälle verursacht. Nach dem dritten Crash hat das Kieler Amtsgericht seinen Führerschein kassiert. Nachdem Caesar S. Beschwerde einlegt, bekommt er ihn wieder zurück. Die Krampfanfälle bleiben offenbar.

War Caesar S. eine Gefahr für sich und andere?

Für Wilhelm Möllers von der Hambruger Staatsanwaltschft steht fest, Caesar S. hätte deshalb nicht fahren dürfen: "Das heißt, dass wir den Angeklagten vorwerfen, dass er sich in Kentniss seiner Krankheit und mit dem Wissen  rei Unfälle bereits verursacht zu haben, hinters Steuer gesetzt hat und dadurch einen sehr schweren Unfall verursacht hat."

Bei einer Verurteilung muss Caesar S. bis zu fünf Jahre ins Gefängnis.