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Radio Hamburg

Landgericht Hamburg

Urteil im Piraten-Prozess gefallen

Hamburg, 19.10.2012

Im Piraten-Prozess um das gekaperte deutsche Schiff "Taipan" ist in Hamburg das Uretil gefallen.

Nach fast zwei Jahren sind im Hamburger Piratenprozeß die Urteile gefallen. Die Richter am Landgericht haben die zehn Angeklagten aus Somalia zu Haftstrafen zwischen zwei und sieben Jahren verurteilt. 
Sie haben sich des Angriffs auf den Seeverkehr und des erpresserischen Menschenraubes schuldig gemacht, heißt es im Urteil.

Vorwurf der geplanten Tat

Der Vorsitzende Richter Bernd Steinmetz sagte zu den Angeklagten: "Wir sind sicher, dass es eine geplante Tat war, dass keiner von Ihnen gezwungen wurde." Das Gericht zeigte sich nach seinen Worten davon überzeugt, dass die Piraten, die "Taipan" nach Somalia steuern und dann ein Lösegeld von mindestens einer Million US-Dollar fordern wollten. "Jeder von Ihnen zehn hatte die Erwartung, einen Anteil zu erhalten - wenn auch nur einen geringen", hielt Steinmetz den Angeklagten vor.
Die Richter sehen es als erwiesen an, dass die Männer den deutschen Frachter "Taipan" Ostern 2010 vor der Küste Somalias gekapert haben. Die drei jüngsten Beschuldigten bekommen jeweils zwei Jahre Jugendstrafe, die sieben erwachsenen Angeklagten zwischen sechs und sieben Jahren Gefängnis.

(iw/aba)