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Radio Hamburg

NSU-Verdächtiger Böhnhardt

Verbindung zu Hamburger Rechtsextremen

Hamburg, 02.09.2013
NSU, Beate Zschäpe

Der NSU-Terrorverdächtige Uwe Böhnhardt soll 1997 an einer Rechtsschulung in Hamburg teilgenommen haben.

Über die Verbindungen der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zu Hamburger Rechtsextremen sind neue Details bekannt geworden.

So nahm Uwe Böhnhardt im Oktober 1997 an einer Rechtsschulung der Hamburger Anwältin Gisa Pahl teil. Das geht aus einem vertraulichen Bericht des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz hervor, der dem NDR Fernsehen vorliegt.

Hinweise auf "Deutsches Rechtsbüro" in abgebrannter NSU-Wohnung

Gisa Pahl arbeitete in der Kanzlei des verstorbenen Neonazis Jürgen Rieger und ist Gründerin des "Deutschen Rechtsbüros", einer bundesweit tätigen Einrichtung, die vor allem Rechtsextremen in juristischen Angelegenheiten zur Seite steht. Das "Deutsche Rechtsbüro" steht auch auf einer Liste, die die Ermittler im Brandschutt der letzten Wohnung des Terrortrios in Zwickau fanden. Die zehn darauf handschriftlich vermerkten Organisationen und Publikationen sind offenbar die Empfänger eines Briefes, den die Mitglieder des NSU 2002 verschickt hatten. Zumindest bei einem der Adressaten, dem Neonazi-Blatt "Der weiße Wolf", war der Brief mit einer "Spende" des Terrortrios in Höhe von 2.500 Euro verbunden. Ob auch das "Deutsche Rechtsbüro" eine Zuwendung erhalten hat, ist bislang unklar.

Hamburger Anwältin hatte regelmäßigen Kontakt zu Neonazi-Netzwerk

Darüber hinaus hatte Gisa Pahl regelmäßig Kontakt zu Angehörigen des Neonazi-Netzwerks "Thüringer Heimatschutz". Das bestätigt der Hamburger Verfassungsschutz in einer Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion, die dem NDR ebenfalls vorliegt. Nach Informationen des NDR Politikmagazins "Panorama 3" (Sendung: Dienstag, 3. September, 21.15 Uhr, NDR Fernsehen) zählt dazu auch Ralf Wohlleben, einer der Angeklagten im Münchner NSU-Prozess. Pahl vertrat den früheren NDP-Funktionär u.a. 2005 im Verfahren um das Verbot des "Fests der Völker" in Jena. Der "Thüringer Heimatschutz" ist ein Zusammenschluss von so genannten Freien Kameradschaften und gilt als ideologische Heimat des NSU. Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sollen zur Sektion Jena des "Thüringer Heimatschutzes" gehört haben. Auf Anfrage von "Panorama 3" wollte sich Pahl zu den Erkenntnissen nicht äußern.

Vor dem Münchner Landgericht läuft seit Mai 2013 der Prozess gegen die NSU-Terrorverdächtige Beate Zschäpe.

 

(dpa/mgä)