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Radio Hamburg

Sterbehilfe

Ex-Senator Kusch wegen Totschlags angeklagt

Hamburg, 12.05.2014
RHH - Expired Image

Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch führt eine "Selbsttötungsmaschine" vor. Jetzt wurde er angeklagt.

Ex-Justizsenator Roger Kusch engagiert sich für die Sterbehilfe. Die Staatsanwaltschaft Hamburg klagt ihn und einen Arzt jetzt wegen Totschlags an.

Im Zusammenhang mit seinem Sterbehilfeverein hat die Hamburger Staatsanwaltschaft Anklage gegen den ehemaligen Justizsenator Roger Kusch wegen Totschlags erhoben. Er soll gemeinschaftlich mit einem Nervenarzt zwei Frauen in mittelbarer Täterschaft getötet haben, wie die Anklagebehörde jetzt mitteilte. Kusch ist Vorsitzender des Vereins Sterbehilfe-Deutschland (StHD). Der Facharzt für Nervenheilkunde sei regelmäßig für den Verein als psychiatrischer Gutachter tätig gewesen, ergänzte die Staatsanwaltschaft.

Schwere Anschuldigungen

Die Frauen, die im Alter von 81 und 85 Jahren im Juni 2012 dem Verein beigetreten waren, starben im November 2012. Die Anklagebehörde wirft den Beschuldigten vor, sich bereits Anfang 2012 entschlossen zu haben, "einen Präzedenzfall in der "Sterbehilfe", nämlich in Bezug auf eine Begleitung bis in den Tod, zu schaffen". Die beiden Frauen hätten Kusch als Vorsitzenden des Vereins und aufgrund seiner früheren Stellung als Hamburger Justizsenator vertraut, schrieben die Anklagevertreter.

Sie werfen dem Facharzt für Nervenheilkunde vor, entgegen seinem Auftrag als Arzt und Gutachter und entgegen den Grundsätzen des Vereins die Frauen nicht darüber aufgeklärt zu haben, dass ihre Gründe für den Selbsttötungswunsch von der Satzung nicht erfasst gewesen seien. Außerdem habe er ihnen weder Alternativen noch Beratungsmöglichkeiten aufgezeigt. (dpa)