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Radio Hamburg

Unfall oder Betrug?

Mann stolpert über Hund und fällt auf Säge

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Heute wird entschieden, ob es sich bei dem 50-Jährigen um einen Unfall oder Versicherungsbetrug handelt.

Unfall oder Versicherungsbetrug? Das Amtsgericht Norderstedt entscheidet heute (23.10.), ob sich ein 50-Jähriger vorsätzlich zwei Finger absägte.

Der Mann gab an, dass er vor vier Jahren im Hobbykeller seines Hauses über seinen Hund gestolpert und in eine Säge gefallen sei. Die Anklage wirft dem Mann vor, dieser habe sich absichtlich mit Kreissäge Daumen und Zeigefinger der linken Hand amputiert, um seine Unfallversicherung zu prellen. Grundlage für die Anklage sind die von einem Rechtsmediziner geäußerten Bedenken an der Version des 50-Jährigen. Es sei "ausgesprochen erstaunlich", dass die Unterseite der amputierten Finger und die anderen Teile der Hand kaum verletzt wurden.

Insgesamt vier Unfallversicherungen abgeschlossen

Der Angeklagte hat insgesamt vier Versicherungen abgeschlossen, die eine Schadenssumme von bis zu 1,4 Millionen Euro abdecken. Dazu, warum er gleich vier Unfallversicherungen abgeschlossen hatte, sagte der Mann: "Ich will für alle Eventualitäten geschützt sein." Nach einem Unfall seiner Frau habe er gemerkt, "unterversichert" zu sein.

In Deutschland wird die ausgeschüttete Versicherungssumme im Falle eines Unfalls mit der Gliedertaxe berechnet:

Die Gliedertaxe wird zur Ermittlung des Invaliditätsgrades verwendet.

Um eine Versicherungssumme zu erhalten, wird der Verletze zu einem Gutachter geschickt, der anhand einer Untersuchung und der Gliedertaxe den Invaliditätsgrad festlegt. Wenn der Arm des Untersuchten zum Beispiel um 1/10 seiner Funktionsfähigkeit eingeschränkt ist, ergibt sich daraus einen Invaliditätsgrad von 7% (1/10 von 70%). Wenn der Verletzte nun bei der Unfallversicherung eine Invaliditätssumme von 10.000 Euro abgeschlossen hat, bekommt er 7% von den 10.000 Euro, also 700 Euro.

(dpa/lsc)

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