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Radio Hamburg

Flüchtlingszuwachs in Hamburg

Senat verdoppelt Etat

Hamburg, 11.09.2014
Flüchtlinge in Hamburg

Damit Flüchtlinge in Hamburg besser untergebracht werden können hat der Hamburger Senat den Etat dafür verdoppelt.

Vor dem Hintergrund dramatisch steigender Flüchtlingszahlen verdoppelt Hamburg den Etat für die Betreuung der Flüchtlinge auf 300 Millionen Euro. 

Bis Ende des Jahres braucht die Stadt für Flüchtlinge rund 14.000 Plätze. Derzeit fehlen noch 4.000, von denen 2.500 in Planung sind. Die Unterbringung der restlichen 1.500 ist noch unklar.  

Notlösungen sind unausweichlich

Um zu verhindern, dass Flüchtlinge im Winter in Zelten untergebracht werden, will die Stadt jetzt ein Sofortprogramm umsetzen. Dabei will Sozialsenator Scheele notfalls auf Basis des Polizeirechtes auch auf Hallen, Wohnschiffe und Schlafsäle in ehemaligen Schulen als Unterkünfte zurückzugreifen. "Wir sind an einem Punkt angekommen, bei dem wir auf Notlösungen angewiesen sind", so der Senator. 
 
Laut Innenbehörde leben derzeit in Hamburg rund 300 der 2.300 Flüchtlinge in der Zentralen Erstaufnahme in Zelten. Obwohl die Erstaufnahme eigentlich nur für drei Monate vorgesehen ist, danach ist die Sozialbehörde für die Unterbringung zuständig, befinden sich aus Mangel an Möglichkeiten rund 800 Flüchtlinge teilweise schon deutlich länger dort. 

(ms/aba)

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