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Radio Hamburg

Misshandlung im Bus

Geldstrafe für prügelnde Mutter

Hamburg, 10.04.2015
Misshandlung, Gewalt, Kind

Eine Mutter, die ihre Tochter im Bus verprügelt hat, ist zu einer Geldstrafe verurteil worden.

Das Harburger Amtsgericht hat eine 23-Jährige zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie ihre kleine Tochter in einem HVV-Bus misshandelt hat.

Zeugen hatten die Misshandlung im Bus 130 gemeldet und die Frau ist über eine Öffentlichkeitsfahndung geschnappt worden.
630 Euro muss die Frau zahlen, der mitangeklagte Großvater des Kindes, der seiner Enkelin nicht geholfen hat, muss 1.250 Euro wegen Körperverletzung durch Unterlassen zahlen.

So reagierte die Mutter auf das Urteil

Unser Reporter Daniel Wüstenberg war bei der Urteilsverkündung vor Ort und beschreibt die Situation so: "Die Angeklagte hat das Urteil so aufgenommen, wie sie auch den dreieinhalb-stündigen Prozess aufgenommen hat. Schweigend, gekrümmt auf dem Stuhl sitzend, den Kopf auf die Hände aufgestützt. Insgesamt recht desinteressiert und gleichgültig hat das auf mich gewirkt. Umso bizarrer ist aber der Auftritt zu beginn und zum Ende des Prozesses gewesen. Die Angeklagte und ihr Vater haben sich von drei in schwarz gekleideten Bekannten mit schwarzen Sonnenbrillen begleiten lassen, mit der Aufschrift Security auf den Jacken - das wirkte ein wenig überzogen."

Die Strafe wird die Mutter in Raten abzahlen müssen, denn sie lebt von Arbeitslosengeld II, hat keine Ausbildung begonnen, hat 7000 Euro Schulden und befindet sich in der Privatinsolvenz. Das hatte ihr Anwalt mitgeteilt.

Kind bleibt bei der Mutter

Das mittlerweile drei Jahre alte Kind lebt weiter bei der Mutter. Das Jugendamt kümmert sich jede Woche um die beiden.

Kleines Mädchen zwölf Mal getreten

Die Staatsanwaltschaft hatte der 23-Jährigen vorgeworfen, im Oktober 2014 das damals zweijährige Mädchen im Bus der Linie 130 zwölfmal getreten zu haben. Nachdem es aufhörte zu weinen, soll die wegen Körperverletzung angeklagte Frau ihrer Tochter gedroht und sie mindestens sechsmal ins Gesicht geschlagen haben. Der mitangeklagte 53-jährige Großvater des Mädchens soll bei der Tat auf der Strecke zwischen den Stadtteilen Billstedt und Rothenburgsort zugeschaut haben. Wochen nach dem Übergriff wurden beide nach einer Öffentlichkeitsfahndung gefasst.

(dpa/aba)

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