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Radio Hamburg

Techniker Krankenkasse

Erhöhter Sprachtherapie-Bedarf in Hamburg

Hamburg/Kiel, 23.07.2015
Safer-Internet-Day, Internet, Kinder, Kids, Rechner, Computer, iStock

Das Vorlesen kommt in vielen Familien zu kurz.

Playstation, Computer, Smartphone - vielen Kindern fehlt die Interaktion mit der realen Umgebung. Sprachdefizite werden in Hamburg häufiger diagnostiziert.

Alarmierende Entwicklung im Norden: In keinem anderen Bundesland bekommen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren mehr Sprachtherapien als in Hamburg und Schleswig-Holstein. Bei der Zahl der Verordnungen je 1000 Einwohner liege Hamburg als Spitzenreiter um 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, Schleswig-Holstein um 17,5 Prozent, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Die Kasse stützt sich bei ihren Angaben auf die jüngste Heilmittelstatistik des GKV-Spitzenverbandes für 2014.

Demnach stellten niedergelassene Ärzte in Hamburg auf 1000 Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe 143 Rezepte mit durchschnittlich je neun Therapie-Sitzungen aus. In Schleswig-Holstein waren es 134 Rezepte mit durchschnittlich 8,5 Sitzungen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 114 Rezepten je 1000 Einwohner.

Teure Behandlung

Kein anderes Heilmittel habe in den vergangenen fünf Jahren so stark an Bedeutung gewonnen wie die Sprachtherapie, hieß es. Im Vergleich zu 2009 wurden in Hamburg im vergangenen Jahr 73 Prozent mehr Behandlungen für junge Menschen unter 15 Jahren verordnet. Der Wert der Verordnungen lag im Jahr 2014 bei knapp neun Millionen Euro. In Schleswig-Holstein war es ein Plus von 30 Prozent mit einem Wert im Jahr 2014 von 13 Millionen Euro.

Der Grund könnte im veränderten Freizeitverhalten liegen, hieß es bei der Krankenkasse: "Playstation statt Spielplatz, Smartphone oder Tablet statt Fußball, und Fernsehen statt Vorlesen." Direkte Gespräche blieben häufig auf der Strecke. Das wirke sich negativ auf die altersgerechte Sprachentwicklung der Kinder aus. (dpa/apr)

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