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Radio Hamburg

Etwa 100 Kitas geschlossen

Bilanz des Kita-Warnstreiks in Hamburg

Hamburg, 23.03.2015
Kind, Kleinkind, Kita, Basteln, Spielen, iStock

In Hamburg blieben am Montag (23.03.) rund 100 Kitas geschlossen. Grund dafür war ein Warnstreik.

Wegen eines Warnstreiks blieben die Kitas am Montag (23.03.) geschlossen. Verdi möchte zehn Prozent mehr Geld für Erzieher, Sozialarbeiter oder Kinderpfleger.

Wegen eines ganztägigen Warnstreiks haben Kita-Eltern in Hamburg teils erhebliche Einschränkungen bei der Betreuung ihrer Kinder hinnehmen müssen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi blieben am Montag von rund 220 Kindertagesstätten etwa 100 geschlossen. Bei allen anderen seien nur Notgruppen eingerichtet gewesen. Zur zentralen Streikkundgebung vor dem Büro des Hamburger Arbeitgeberverbands AVH seien rund 1.500 der etwa 6.000 zum Streik aufgerufenen Mitarbeiter erschienen. "Wir hoffen, dass der Druck große genug ist, damit die Arbeitgeber ein Angebot vorlegen", sagte Verdi-Fachsprecherin Sigrid Ebel der Deutschen Presse-Agentur.

Gründe für den Kita-Warnstreik in Hamburg

Hintergrund des Warnstreiks waren die bundesweiten Tarifverhandlungen für Sozial- und Erziehungsberufe in Münster. Streitpunkt dort ist laut Verdi vor allem eine neue Entgeltordnung zur Aufwertung sozialer Berufe. Davon betroffen sind unter anderem Erzieher, Kinderpfleger, Heilpädagogen, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung. Sollte es zu keiner Einigung kommen, sei für den 9. April eine dritte Verhandlungsrunde vereinbart.

Forderung nach Neuregelungen

Die Gewerkschaft Verdi verlangt von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) bundesweit eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Sollten sich die Gewerkschaften durchsetzen, bedeutete dies im Schnitt ein Einkommensplus von zehn Prozent. Außerdem profitierten laut Verdi indirekt auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern, da sich diese häufig am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes orientieren.

Kitas und Behinderteneinrichtungen

In Hamburg wurden laut Verdi am Montag nur Kitas und Behinderteneinrichtungen bestreikt, die Mitglied im Hamburger Arbeitgeberverband AVH (Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg) sind. Dazu zählten Kitas der Elbkinder, des ASB, der Rudolf-Ballin-Stiftung und des Hamburger Schulverein von 1875. Ebenfalls verschlossene Türen gab es teilweise in Elbe-Werkstätten, im Lebenshilfewerk Hamburg sowie Einrichtungen von Fördern & Wohnen.

(dpa/kru)

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