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Radio Hamburg

Tinnitus Software entwickelt

Hamburger Startup gewinnt US-Gründerpreis

Hamburg, 16.03.2015
Tinnitracks, Screenshot, Homepage

Das entwickelte Verfahren "Tinnitracks" passt die Frequenz von Musik so an, dass der Dauerton im Ohr bei regelmäßigem Hören gemindert wird oder ganz verschwindet.

Rund drei Millionen Menschen leiden an Tinnitus. Das Hamburger Startup Sonormed hat eine App entwickelt, die Abhilfe schaffen soll.

Durchgehende Pfeiftöne, aber auch Rauschen oder Knackslaute - in stillen Momenten drängen sich diese Ohrgeräusche bei Tinnitus-Erkrankten in den Vordergrund, was sich dann so anhören kann.

So hört sich ein hoher Tinnitus an

So hört sich ein tiefer Tinnitus an

Methode zur Linderung von Tinnitus

Das Hamburger Startup Sonormed hat eine App entwickelt, deren Methode zur Linderung von Tinnitus beitragen soll. Dafür hat das Unternehmen in den USA einen der wichtigsten Gründerpreise für junge Unternehmen gewonnen. Beim Musik-, Medien- und Technologie-Festival "South by Southwest" (SXSW) in Austin (Texas) siegte das Hamburger Unternehmen Sonormed in der Kategorie "Gesundheit".

"Tinnitracks"-Verfahren

Das von der Firma entwickelte Verfahren "Tinnitracks" passt die Frequenz von Musik so an, dass der Dauerton im Ohr bei regelmäßigem Hören gemindert wird oder ganz verschwindet. Die Auszeichnung könne der Auftakt für eine Erweiterung des Angebots auf den US-Markt sein, sagte Gründer Jörg Land nach der Verleihung.

Auch Twitter und Foursquare haben den Sprung geschafft

Der Preis des "SXSW Accelerator" ist nur mit 4.000 Dollar (3.800 Euro) dotiert, verschafft aber breite Aufmerksamkeit bei Investoren. Der Gründerpreis wird für neue Technologien in sechs Kategorien vergeben. Seit 2009 haben Unternehmen aus dem Gründerprogramm laut Organisatoren später rund 1,7 Milliarden Dollar an Investitionsgeldern einwerben können. Das Technologie-Festival gilt als Sprungbrett für Startups. Auch Twitter oder Foursquare konnten auf der "SXSW" erstmals ein größeres Publikum überzeugen.

Selbst bestimmen, wann man sich therapiert

Sonormed hatte sich in Austin in einer Runde von 48 Finalisten aus aller Welt durchgesetzt. Das Unternehmen hoffe, so viele Tinnitus-Betroffene anzusprechen. "Wir stellen ihnen eine Therapieoption zur Verfügung, bei der sie ihre eigene Musik nutzen und mit der sie selbst bestimmen können, wann sie sich therapieren", sagte Gründer Land. Das Hamburger Unternehmen kooperiert mit dem Kopfhörer-Hersteller Sennheiser und will seinen Dienst auch über das Smartphone anbieten. Der Service per Android- oder iOS-App soll 19 Euro pro Monat kosten.

(dpa / ste)

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