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Radio Hamburg

Entlastung im Kita-Streik

Neuer Notdienst bei Elbkindern

Hamburg, 29.05.2015
Kinder, Kita, Betreuung, Erziehung, Krippe

Bei den Hamburger Elbkindern wird eine bessere Notbetreuung eingerichtet.

Die Streikbereitschaft der Erzieherinnen ist ungebrochen. Trotzdem gibt es Entlastung mit einer neuen Notbetreuung bei den Hamburger Elbkindern.

Im festgefahrenen Tarifstreit um  mehr Geld für Erzieher und Sozialarbeiter sind neue Gespräche von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Sicht. Verdi-Chef Frank Bsirske teilte in Frankfurt mit, die Spitze der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Montag zu einem Gespräch in Berlin eingeladen zu haben. Der Streik werde aber nicht ausgesetzt, sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Gespräche werden wieder aufgenommen

Die Arbeitgeberseite gab wiederum bekannt, am Dienstag mit den beteiligten Gewerkschaften Verhandlungen in Frankfurt führen zu wollen. Dabei werde auch ein Angebot präsentiert, kündigte VKA-Präsident Thomas Böhle an. Der Streik gehe in eine entscheidende Phase, sagte Norbert Hocke, GEW-Bundesvorstandsmitglied auf einer Kundgebung in Kiel. 

In Hamburg gab es derweil einen neuen Höhepunkt im Kita-Streik, als rund 15.000 Erzieherinnen aus ganz Norddeutschland für mehr Lohn und Anerkennung demonstrierten. Mit Rasseln und Trillerpfeifen zogen sie durch die Innenstadt. Auf Transparenten forderten sie "Was sind Euch die Kinder wert?" und "Ausbildung top - der Lohn ein Flop".

Lest auch: 10.000 wollen auf die Straße gehen: Großdemo gegen Kita-Streik

Nach fast drei Wochen Kita-Streik planen die Gewerkschaften unter anderem in Hamburg eine Großdemo mit 10.000 Str ...

Entspannung bei den Elbkinder-Tagesstätten

Für Tausende Eltern, deren Kinder an kommunalen Kitas in Hamburg betreut werden, gab es bereits positive Nachrichten. Verdi und die Sozialbehörde erklärten, dass sich Verdi und die Geschäftsführung der Elbkinder-Tagesstätten auf eine Notdienstvereinbarung verständigt hätten. "Es wird einen Notdienst geben", sagte Stein. Demnach soll es in jeder zweiten Kita der Elbkinder, die 180 städtische Einrichtungen betreiben, einen Notdienst geben. Dabei werde an Teamlösungen benachbarter Kitas gedacht. Weitere Details sollen am Freitag bekanntgegeben werden, kündigte Stein an. Nach Elbkinder-Angaben greift die Notdienstvereinbarung ab dem kommenden Freitag (5.6.). 
"Wir wissen, wie schwierig diese Situation für viele Familien ist. Aber solange die Arbeitgeber ihren schönen Worten keine Taten folgen lassen, müssen wir weitermachen", sagte Stein.

Die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst müssten deutlich aufgewertet werden. Es könne nicht sein, dass jemand, der in der Industrie eine Ausbildung beendet, mit 1000 Euro mehr in den Beruf einsteigt als Menschen in den Sozial- und Erziehungsdiensten.

Verdi und die GEW fordern für die bundesweit 240.000 Beschäftigten eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es demnach etwa um 10 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die VKA hält das für unbezahlbar und hatte die Gewerkschaften zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen. Bei einer gemeinsamen Streikkundgebung durch die Kieler Innenstadt bekamen die Kita-Erzieher Unterstützung von rund 150 Post-Beschäftigten. Nach Verdi-Angaben beteiligten sich an der Demonstration rund 850 Menschen. Für die Mitarbeiter der Post soll die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden gesenkt werden.

(dpa/aba)

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