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Radio Hamburg

Prozess um misshandeltes Baby

Mutter verweigert Aussage gegen den Vater

Hamburg, 10.11.2015
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Unter Alkoholeinfluss und aus Wut hat ein Vater nach eigenen Angaben seinen drei Monate alten Sohn auf den Kopf geschlagen. Die Mutter und Verlobte des Angeklagten schweigt.

"Es ist alles schon schlimm genug", das hat die Mutter des schwer misshandelten Babys Jamie-Dean aus Finkenwerder gesagt. Weiter wollte sie sich nicht äußern.

Im Prozess um ein schwer misshandeltes Baby aus Hamburg-Finkenwerder hat die Mutter die Aussage verweigert. Sie sei immer noch mit dem angeklagten Vater ihres Kindes verlobt, erklärte die 30-Jährige als Zeugin vor dem Landgericht. Sie mache infolgedessen von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. "Es ist alles schon schlimm genug", sagte sie unter Tränen. Sie erlaubte der Strafkammer jedoch, ihre beiden Aussagen bei der Polizei zu verwenden.

Vergeblich versuchte der Vorsitzende Richter, die Mutter doch noch zur Aussage zu bewegen. Er stellte auch ihre Verlobung in Zweifel und ließ die Mutter schließlich unter Eid bestätigen, dass die Bindung zu dem Angeklagten noch besteht.

Baby nach Misshandlungen blind und taub

Der 27-Jährige hatte zum Prozessauftakt zugegeben, seinen drei Monate alten Säugling in der Nacht zum 29. April mit Schlägen schwer misshandelt zu haben. Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, seinen kleinen Sohn anschließend noch fast zu Tode geschüttelt zu haben, bestritt der Angeklagte jedoch. Das Kind ist durch die Misshandlungen blind und taub. Außerdem hat es bleibende Hirnschäden davongetragen. Es befindet sich derzeit auf einer Palliativstation.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater die Misshandlung von Schutzbefohlenen, schwere Körperverletzung sowie die Verletzung der Fürsorgepflicht vor. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft. (dpa)

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