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Radio Hamburg

Beliebte Vornamen

Grünes Licht für Fips, Kuddel oder Twain

Hamburg/Wiesbaden, 12.04.2017
Baby, Kind

Der Vorname des Babys sollte sorgfältig gewählt sein.

Eltern haben bei der Wahl der Vornamen für ihre Kinder die Qual der Wahl. Manchmal kann aber die Entscheidung später auch zur Qual für die Kinder werden.

Bei den beliebtesten Vornamen haben es Marie und Alexander 2016 in Hamburg auf den ersten Platz geschafft. Auf den weiteren Rängen landeten Sophie und Sophia sowie Paul und Maximilian. Alexander konnte seine Spitzenposition von 2015 in der Hansestadt verteidigen, Marie überholte Sophie im Vorjahresvergleich, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) jetzt mitteilte.

Marie und Elias dominieren

Deutschlandweit waren Marie und Elias 2016 ganz vorne. Auf die nachfolgenden Plätze kamen Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian. Diese Namen zählten bereits seit Jahren zu den Klassikern, sagte Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden.

Die GfdS wertete mehr als eine Million Einzelnamen aus, die von rund 650 Standesämtern übermittelt wurden. Dabei wird nicht zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden.

Ungewöhnliche Namen weiterhin beliebt

Auch 2016 wünschten sich Eltern immer wieder ungewöhnliche Namen für ihre Babys. Die Standesämter gaben unter anderem grünes Licht für Fips, Kuddel oder Twain. "Eltern wollen ihren Kindern nichts Böses", sagt GfdS-Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch. Aber vielen sei nicht richtig bewusst, dass die Söhne und Töchter auch als Erwachsene mit diesem Vornamen leben müssten.

Bewusste Entscheidung treffen

In ihren Gutachten lehnt die Gesellschaft immer wieder Namen ab, 2016 zum Beispiel Shaggy, Urmel, Ferrari oder Bandito. Prof. Jürgen Udolph vom Zentrum für Namensforschung in Leipzig sieht manchen ungewöhnlichen Namen "nahe an der Kindesmisshandlung". Denn es drohten schlimme Hänseleien. "Wenn ein Kind mit solch einem bescheuerten Namen in die Schule kommt, ist das nicht immer lustig", warnt Udolph.

Ob alle in der Familie mit einem Namen dauerhaft glücklich sind, ist nach den Worten des Experten fraglich. Studien aus England beispielsweise hätten gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Elternpaare schon nach einem Jahr mit der Namenswahl für ihr Baby unzufrieden gewesen seien. (dpa/apr)

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