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Radio Hamburg

Bismarck-Hotel

Mörder geht in die Psychiatrie

Hamburg, 04.04.2012

180 mal stach er im Bismarck-Hotel am Hauptbahnhof auf eine Amerikanerin ein - jetzt soll der Täter in der Psychiatrie untergebracht werden.

Nach einer brutalen Bluttat im im Bismarck-Hotel am Hauptbahnhof, bei der eine Amerikanerin mit Dutzenden Messerstichen getötet wurde, muss der Angeklagte dauerhaft in eine Psychiatrie. Das urteilte das Landgericht am Mittwoch. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Backen sprach von einer Tragödie, bei der eine 23-Jährige durch die Hände eines psychisch Kranken umgekommen sei.

Beschuldigter leidet an paranoider Schizophrenie

Mit einem Taschenmesser hatte der 27-jährige Tourist aus Griechenland Ende August 2011 nach Feststellung des Gerichts mehr als 180 Mal auf die junge Frau eingestochen. Anschließend habe er das Opfer verstümmelt, erklärte Backen. Einzelheiten wolle er nicht nennen: "Es war wie in einem schlechten Horrorfilm." Der Beschuldigte ist schuldunfähig. Der 27-Jährige leide an einer paranoiden Schizophrenie, betonte der Richter. Für die Allgemeinheit stelle er weiterhin eine Gefahr dar: "Falls erforderlich, wird der Beschuldigte sein ganzes Leben in einem psychiatrischen Krankenhaus verbringen müssen." Vor Gericht hatte der Mann zu den Vorwürfen geschwiegen. Bei einem psychiatrischen Gutachter hatte er jedoch Angaben gemacht und eine Art Geständnis abgelegt. Der 27-Jährige stand wegen Mordes aus Grausamkeit vor Gericht; rechtlich werteten die Richter die Bluttat jedoch als Totschlag.

Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen

Gleich zum Auftakt des Verfahrens Anfang März hatte das Gericht die Öffentlichkeit zum Schutz des Mannes ausgeschlossen. Zuhörer und Medienvertreter durften erst zum Urteil wieder in den Gerichtssaal kommen. Die Bluttat an der 23-Jährigen war erst durch einen Selbstmordversuch des Griechen entdeckt worden. Der Elektroingenieur hatte sich am Hamburger Flughafen von einem Aufzugturm über der S-Bahn-Station in die Tiefe gestürzt.

(dpa)