Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Kinderkompetenzzentrum Hamburg schlägt Alarm

Mehr Fälle von Kindesmisshandlung festgestellt

Hamburg, 26.04.2012
Gewalt Kinder, Schläge

Die Fälle von Kindesmisshandlung in Hamburg sind gestiegen.

Am Universitätsklinikum Eppendorf hat das Kinderkompetenzzentrum in diesem Jahr 100 Verdachtsfälle von Kindemisshandlung festgestellt.

Das Kinderkompetenzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat in diesem Jahr deutlich mehr Hinweise auf Kindesmisshandlungen als im Vergleichszeitraum 2011 bekommen - und auch das J ugendamt öfter
eingeschaltet. "Von Anfang Januar bis Ende April hat sich die Zahl der Verdachtsfälle von Kindesmisshandlungen deutlich erhöht", sagte Koordinatorin Dragana Seifert am Mittwoch.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Seit Anfang des Jahres hätten sie knapp 100 Kinder untersucht, in den meisten Fällen habe sich der Verdacht auch bestätigt. Vergleichszahlen nannte die Medizinerin nicht. Seifert führt die gestiegene Zahl vor allem auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit zurück. Vor allem Fälle wie der  tragische Tod der kleinen Chantal hier in Hamburg bringen die Menschen zum Nachdenken und daher schauen sie oftmals auch genauer hin, wenn sie in ihrer Umgebung Kindesmissbrauch vermuten. "Wir sind als Gesellschaft sensibler geworden, was Gewalt in der Familie angeht - ob es Kinder betrifft oder ältere Menschen. Die Menschen schauen mehr hin." Auch das neue Kinderschutzgesetz, das seit Anfang des Jahres
gilt, könnte möglicherweise eine Rolle spielen.

Körperliche Gewalt gegen Kinder

Die meisten Verdachtsfälle betreffen Kinder bis 10 Jahre, wie Seifert erklärte. Sie wiesen häufig Spuren von körperlicher Misshandlung auf, etwa Ohrfeigen, Faustschläge oder Schläge mit Verlängerungskabeln und Gürteln. Seltener gebe es etwa auch Knochenbrüche bei Kleinkindern. "Es muss klar sein, dass Gewalt in der Gesellschaft nicht gutgeheißen wird", betonte Seifert. "Diese Opfer brauchen Hilfe - allen voran von Ärzten."

Das Kinderkompetenzzentrum ist eine interdisziplinäre Einrichtung an der rechtsmedizinischen Untersuchungsstelle für Opfer von Gewalt am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Es unterstützt die rechtlich vorgesehene Gefährdungseinschätzung des Jugendamtes/ASD.

(dpa/aba)