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Radio Hamburg

Dreck und Elend am Hauptbahnhof

Hamburgs größter Schandfleck

Hamburg, 31.08.2012

Die Situation am Hauptbahnhof stinkt vielen Hamburgern und Gästen gewaltig. Penner liegen mitten auf den Wegen, Betrunkene lungern herum, stellenweise stinkt es bestialisch nach Urin.

Hamburg ist eine wachsende Stadt. Das gilt leider auch für die Menschengruppen, die sich am Hauptbahnhof treffen, um sich volllaufen zu lassen. Penner liegen mitten auf den Wegen, Betrunkene lungern herum. Viele Hamburger und Touristen fühlen sich unwohl, wenn sie am Hauptbahnhof aus- oder umsteigen müssen und an einigen Stellen der Urin-Gestank in der Nase beißt, während sie auch noch angeschnorrt werden.

Tut jemand was dagegen? Und wenn ja: Wer überhaupt? Welche Hilfsangebote gibt es? Wir nehmen die Lage am Hauptbahnhof unter die Lupe und sprechen mit Beteiligten.

Deutsche Bahn: In anderen Städten sieht es nicht so aus

Hamburgs Hauptbahnhof hat hier offenbar ein spezielles Problem, das durchaus nicht an allen Hauptbahnhöfen in Deutschland gängig ist. Denn Holger Bajorah von der Deutschen Bahn-Zentrale sagt zum Thema: "Es gibt in Deutschland natürlich viele Großstadtbahnhöfe, an denen es keine Trinker und Penner gibt. Wir können natürlich nicht ausschließen, dass sich in Bahnhöfen oder im Umfeld von Bahnhöfen zu bestimmten Zeiten Leute sammeln, die dort nicht zum Erscheinungsbild beitragen und die natürlich auch ärgerlich für die Bahnkunden sind. Die Schwierigkeit dabei ist allerdings, gerade wenn es im Bahnhofumfeld auf den Vorplätzen ist, dann ist es so, dass wird dort nicht mehr das Hausrecht haben. Das liegt dort bei der Stadt. Und hier können wir dann auch das bloße Alkoholkonsumieren nicht verbieten oder zum Anlass nehmen, die Leute des Platzes zu verweisen. Insofern sind wir da schon angewiesen auf die gemeinschaftliche Aktion mit den Ordnungsämtern und der Polizeibehörden der jeweiligen Städte."

Die Deutsche Bahn wünscht sich also mehr Engagement der Hamburger Behörden. Und die werkeln gerade hinter den Kulissen an einem Konzept. Dabei ist der Hamburger Hauptbahnhof schon seit langem ein problematischer Schmelztiegel. Früher haben dort Junkies mit Heroin-Spritze in der Armbeuge auf den Treppen gesessen und Rotlicht-Arbeiter ihre Dienste angeboten.

Das sagt die Caritas

Doch die Wahrnehmung ist offenbar sehr unterschiedlich. Joseph Laupheimer von Caritas bewertet die Lage am Hamburger Hauptbahnhof nämlich so: "Verglichen mit der Situation, die wir vor 8 bis 10 Jahren etwa hatten, als dort eine offene Drogenszene auch war, ist die Situation heute aus unserer Sicht doch eher normal und entspannter. Wir sehen da jetzt aktuell keine besondere Problemlage. Klar gibt’s immer wieder Handlungsbedarf - dafür gibt’s aber die ganzen Hilfseinrichtungen im Bereich Hauptbahnhof und St. Georg."

Die Caritas ist in der Straßensozialarbeit tätig. Laupheimer erklärt, warum sich Obdachlose und Trinker in unserer Stadt so gerne am Hauptbahnhof aufhalten: "Am Hauptbahnhof ist natürlich viel los, da gibt’s viel zu sehen, es ist viel Bewegung, man kann sich ganz unkompliziert treffen. Das sind ein paar Gründe, wieso Menschen sich mit Vorliebe am Hauptbahnhof treffen. Gerade auch Menschen, die sonst eher auch allein sind, auf sich gestellt sind, am Rande stehen - für die bietet natürlich so ein pulsierender Ort Möglichkeiten, sich mittendrin zu fühlen."

So schlimm ist die Situation momentan

Wie erschütternd und abstoßend zugleich die Zustände am Hauptbahnhof momentan sind, sehen Sie hier in unserer Bilderserie. Falls Ihnen noch Plätze am Hauptbahnhof auffallen, an denen es besonders schlimm ist - schicken Sie uns Ihr aktuelles Bild an online@radiohamburg.de.