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Radio Hamburg

Miniatur Wunderland Hamburg

10.000.000. Besucher in der Mini-Welt

Hamburg, 05.12.2012

Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt freut sich über seinen 10.000.000 Besucher.

Hier leuchten nicht nur die Augen der Kinder. Nein, auch für Erwachsene ist es ein echter Anziehungs-Magnet: das Miniatur Wunderland. Bahnen, Mini-Bäume, XXS-Figuren und vieles mehr faszinieren täglich Hunderte Besucher und jetzt ist der nächste Rekord dran. Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt ist einer der stärksten Touristenmagnet der Hansestadt - der zehnmillionste Besucher wurde am Mittwoch in der Anlage erwartet.

Bei seiner Gründung im August 2001 glaubte niemand an einen so großen Erfolg der Modelleisenbahnanlage. Nun sind immerhin schon 8.850 Autos, 215.000 Figuren und über 900 Züge auf der mit 1.300 Quadratmetern größten Modellanlage der Welt zu sehen. Insgesamt stecken über eine halbe Million Arbeitsstunden und 12 Millionen Euro in der Miniwelt - doch fertig ist sie noch lange nicht.

Mini soll Maxi werden

Bis 2020 sollen vier weitere Abschnitte hinzukommen. Die Idee zu einer Miniatur-Welt kam Frederik Braun im Jahr 2000. Der heute 44-Jährige setzte sich ein hohes Ziel: Nicht irgendeine Modellanlage, sondern die weltgrößte wollte er bauen. Sein Zwillingsbruder Gerrit war von dem Vorhaben schnell überzeugt, viele andere in seinem Umfeld zweifelten jedoch. "Am Anfang wurden wir oft ausgelacht, waren aber immer von dem Projekt überzeugt", sagt Braun. Einmal Besucherzahlen in Millionenhöhe zu haben, hätte er sich jedoch nie träumen lassen: "Da hätte ich selber mit dem Kopf geschüttelt."

Seit der Eröffnung sind Menschen aus 186 Ländern nach Hamburg gekommen, um das Wunderland zu sehen. Immer wieder bekommen die Macher millionenschwere Angebote aus aller Welt, neue Miniatur-Anlagen zu bauen. Sogar im neuen World Trade Center sollten die Hamburger eine Miniausgabe von New York errichten. All diese Angebote lehnt Braun jedoch mit gutem Gewissen ab. "Wir sind so sehr in Hamburg verwurzelt - hier bleiben wir auch."

1.000 qm mehr Wunderland

Vor wenigen Wochen wurde im Wunderland der Grundstein für die Elbphilharmonie gelegt. Im Gegensatz zum Original soll das Modell im Frühjahr 2013 fertig sein. Bis 2020 kommen mit den Abschnitten Italien, Frankreich, England und Afrika noch gut 1.000 Quadratmeter neue Ausstellungsfläche hinzu. Um den Besuchern eine perfekte Illusion mit allen Details zu bieten, will das Team um die Brüder Braun auch in die jeweiligen Länder reisen und sich inspirieren lassen.

Ans Aufhören denkt Frederik Braun nicht. "Die nächsten zehn Jahre sind mit den neuen Abschnitten definitiv sicher. Dann ist die Fläche voll, und wir machen uns neue Gedanken." Jeden Morgen geht Braun mit einem Glücksgefühl zur Arbeit. "Manchmal fehlt sie mir sogar am Wochenende."

(aba/dpa)

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