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Radio Hamburg

Mit der Elektrosäge aus dem Eis befreit

SOS! - Schwanenvater Nieß rettet Möwe

Schwanenvater Olaf Nieß

Normalerweise kümmert sich Schwanenvater Olaf Nieß um die Hamburger Alsterschwäne.

Eine Möwe steckt bis zum Hinterteil im Eis fest, ist festgefroren. Schwanenvater Olaf Nieß eilt zu Hilfe, rettet das Tier aus der Alster.

Hamburg, 02.02.2012

Ballindamm/Ecke Jungfernstieg: Eine Menschentraube hat sich um das Ufer der Alster versammelt, einer ruft  die 040/428 042 495 an - die Notfallnummer von Schwanenvater Olaf Nieß. In Hamburg ist er bekannt dafür, sich um die Alsterschwäne der Stadt zu kümmern, sie in ihr Winterquartier zu bringen und im Frühling wieder auf die Alster. Aber jeder Hamburger weiß: wenn ein gefiederter Freund in Hamburg in Not ist - am besten Olaf Nieß anrufen.

Das war passiert

"Normalerweise frieren Möwen, Enten und Co. nicht am Eis fest", erklärt erst mal Olaf Nieß, als wir mit ihm telefonieren. "Die sind sehr schlau, machen sich trocken, bevor sie sich aufs Eis setzen. Wenn eine Möwe festfriert, dann ist das entweder ein Zeichen, dass sie noch ganz jung und unerfahren ist oder kränklich."

Möwe in Lebensgefahr

Letzteres war wohl bei der Alster-Möwe der Fall. Normalerweise schützt die Fettschicht im Gefieder vorm Festfrieren, diese Möwe muss sich aber mit nassem Federkleid auf die Alster getraut haben. Fast bis zur Körperhälfte steckte das Tier im Eis fest. Die Beinchen, ja sogar der hintere Teil des Körpers bis zum Schwanz und zur Fettdrüse steckte im Eis fest. "Sie hätte mit Sicherheit nur noch ein paar wenige Stunden zu leben gehabt", erklärt Tierfreund Nieß.

Olaf Nieß ist gut ausgerüstet: In seinem Einsatzfahrzeug hat er einen Überlebensanzug, um sich ins kalte Wasser begeben zu können, und sogar eine Elektromotorsäge. "Elektro deshalb, weil das das Tier weniger unter Stress setzt, die Säge einfach leiser ist."

Einen 30 mal 40 Zentimeter großen Eisblock musste Nieß heraus sägen, dann konnte er das Tier in seine Einsatzzentrale nach Eppendorf bringen. "Manchmal hilft ein Fön, um das restliche Eis abzutauen, aber das erschreckt die Tiere meist. Oftmals genügt auch das Platzieren des Vogels neben der Heizung, hier habe ich aber Wasser über den Eisblock laufen lassen."

90 Minuten hat die Rettungsaktion gedauert. Nieß verweist nochmal darauf, dass die Hamburger jetzt nicht jedesmal bei ihm anrufen müssen, wenn ein Schwan, eine Möwe oder eine Ente auf dem Eis sitzt. "Das ist nichts Schlimmes, ganz normal, weil sie normalerweise auch nicht festfrieren. Nur, wenn es ein wirklicher Ernstfall ist, rufen Sie mich einfach unter 040/428 042 495 an, dann helfe ich natürlich gern."