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Radio Hamburg

Notfalls ohne Hochtief

Elbphilharmonie soll endlich weitergebaut werden

Hamburg, 23.06.2012
Elbphilharmonie

Weiterhin ein Streitthema: Der Bau der Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie bleibt Streitthema Nummer eins in Hamburg: Jetzt sagt Kultursenatorin Barbara Kisseler, dass eine Kündigung der Verträge mit Hochtief durchaus noch möglich seien.

"Wir halten uns diese Option auf jeden Fall offen“, äußert sich Kisseler im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa kritisch. "Sollte sich in den nächsten Wochen nicht signifikant etwas auf der Baustelle bewegen, werden wir handeln“, so die Kultursenatorin. Seit Herbst 2011 stehen die Maschinen am geplanten neuen Wahrzeichen Hamburgs still, vor einer Woche kündigte die Baufirma Hochtief an, die Arbeiten wieder aufzunehmen. Die bis zum 31. Mai gesetzte Frist von der Stadt, hatte das Unternehmen verstreichen lassen.

Streit über die Kosten

"Wenn Hochtief im Februar sagt, wir bauen auf eigene Verantwortung am Saaldach weiter und müssen dann feststellen, dass im Juni ein Gerüst aufgebaut wird, dann liegen dazwischen doch einige Differenzen“, sagte Kisseler. Die Stadt erwarte immer noch, dass sich wirklich konkret etwas auf der Baustelle tue, insbesondere am Dach. Streitthema zwischen Hochtief und der Stadt war vor allem die Kostenexplosion von mindestens 323 Mio. Euro für Hamburg und wer diese zu verschulden hat.

Union äußert Unmut

Doch auch wenn es zu einer Trennung zwischen Hochtief und der Stadt kommen sollte, werde die Elbphilharmonie weitergebaut, gab sich die Kultursenatorin selbstbewusst. "Dann bauen wir weiter. Dafür gibt es die städtische Rege. Außerdem würden wir mit anderen Bauunternehmen weiterarbeiten, da ist Hochtief ja zum Glück nicht das einzige Unternehmen.“ CDU und Grüne hatten zuvor beklagt, die SPD habe kein Alternativkonzept für den Fall, dass die Weiterarbeit mit Hochtief nicht möglich sei. "Die Opposition sollte sich eher mal überlegen, wie es passieren konnte, dass dieses Projekt diesen Verlauf genommen hat“, sagte Kisseler mit Blick darauf, dass der ehemalige CDU-Senat die Verträge zur Elbphilharmonie abgeschlossen hat.

(dpa/mst)