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Radio Hamburg

Badeunfall am Allermöher See

Suche nach Zeugen

Hamburg, 30.05.2012
Mädchen im Allermöher See ertrunken

Nach dem Badeunfall am Allermöher See schwebt ein 15-jähriges Mädchen weiterhin in Lebensgefahr.

Nach dem Badeunfall am Allermöher See schwebt eine 15-Jährige weiterhin in Lebensgefahr.

Die Hamburger Polizei steht vor einem Rätsel und die wichtigste Zeugin liegt möglicherweise noch eine ganze Woche im künstlichen Koma. Nach dem Badeunfall am Allermöher See schwebt die 15-Jährige noch in Lebensgefahr. Und nur sie weiß, was mit ihrer 14-jährigen Freundin passiert ist - und warum sie ertrunken ist.

Keine Hinweise auf Alkoholkonsum

Das 14-jährige Mädchen soll Nichtschwimmerin gewesen sein. "Diese Information haben die Ermittler heute im Laufe des Tages erhalten", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Weitere Umstände des Unglücks blieben zunächst allerdings unklar. "Bislang gibt es weder Hinweise auf äußere Verletzungen oder Einwirkungen noch auf Alkoholkonsum", berichtete die Polizei. "Die Ermittlungen dauerten an." An dem See im Südosten Hamburgs hielten sich zur Unglückszeit bei sonnigem Pfingstwetter viele Badegäste auf. Ein 42-jähriger Mann hatte zuerst die leblos im Wasser treibende 15-Jährige entdeckt. Er zog das Mädchen aus dem Wasser und versuchte selbst, es wiederzubeleben. Als die alarmierten Rettungskräfte um den Notarzt am See eintrafen, zeigte der Teenager auch wieder Lebenszeichen. "Ein Hubschrauber brachte das Mädchen ins UKE", berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Möglicherweise noch eine Woche im künstlichen Koma

Die 15-Jährige wurde im Universitätsklinikum in ein künstliches Koma versetzt. "Nach Auskunft der behandelnden Ärzte ist ihr Zustand kritisch", teilte die Polizei mit. "Sie wird möglicherweise noch eine Woche im künstlichen Koma bleiben", hieß es. Erst später, als die Ermittler die Identität des Mädchen klären wollten, stellten sie fest, dass die 15-Jährige nicht allein am See unterwegs war und erfuhren in diesem Zusammenhang von dem zweiten Mädchen. Am Strand fanden sie dann Kleidung und Taschen der Freundinnen. Nachfragen ergaben: Die Eltern vermissten ihre Tochter bereits - sie war nicht vom Badeausflug zurückgekehrt. Polizeibeamte suchten anschließend mit Hunden das Gelände am Badesee sowie das Wohnumfeld nach ihr ab, zeitgleich schickte die Feuerwehr ihre Taucher in den See. Gegen 23:40 Uhr fanden die Einsatzkräfte das Mädchen dann leblos auf dem Grund des Badesees. Der Leichnam wird von Rechtsmediziern untersicht, mit Ergebnissen sei jedoch nicht vor Mittwoch zu rechnen, sagte eine Polizeosprecherin. Das Kriseninterventionstem des Deutschen Roten Kreuzes betreute die Angehörigen.

Polizei sucht nach Zeugen

Weil sich zur Unglückszeit am Pfingstmontag jedoch viele Menschen an dem See im Südosten Hamburgs aufhielten, hoffen die Ermittler nun auf Hinweise. Die Polizei rief Zeugen auf, sich dringend zu melden. Warum die beiden Mädchen nicht um Hilfe gerufen haben, ist unklar. Ein Sprecher der Feuerwehr, die kurz nach 18 Uhr am See eintraf, berichtete: "Der See war sehr stark besucht." So hätten auch viele Schaulustige den ersten Einsatz der Rettungskräfte beobachtet. Der erst 1984 geschaffene Allermöher See ist ein beliebtes Badegewässer.

Warum die beiden Mädchen nicht um Hilfe gerufen haben, ist bislang unklar. Allerdings sind Ertrinkende Experten zufolge aus physiologischen Gründen oft nicht fähig, durch schreien oder winken auf sich aufmerksam zu machen. Beim Baden Leben retten - woran Sie Ertrinkende erkennen können.

Wichtige Ratschläge rund ums Thema Sicherheit beim Baden und Schwimmen gibt es hier auf der Website des DLRG.

(dpa/lhö)