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Radio Hamburg

Beim Baden Leben retten

So erkennen Sie Ertrinkende

Hamburg, 29.05.2012
RHH - Expired Image

Auch Sie können zum Lebensretter werden, wenn Sie genau auf die Symptome eines Ertrinkenden achten.

Wildes Winken, lautes Rufen - so stellen wir uns Ertrinkende vor. Doch die Realität sieht anders aus.

Ein 11-Jähriger kann im Freibad Billstedt in letzter Sekunde gerettet werden, ein junges Mädchen ertrinkt Tage später im Allermöher See - dramatische Badeunfälle sind im Sommer leider an der traurigen Tagesordnung.

In vielen Fällen kann schnelles Handeln einen tödlichen Ausgang verhindern. Doch entgegen weit verbreiteter Annahme rufen Ertrinkende nicht um Hilfe. Dafür fehlt ihnen nämlich Luft. Da das menschliche Atmungssystem im Notfall als erstes die Atmung sicherstellt, bevor Sprache stattfinden kann. Wenn der Kopf nur kurz aus dem Wasser auftaucht, wird schnell reflexartig aus- und wieder eingeatmet - keine Zeit für einen Hilferuf!

So wirkt eine lebensgefährliche Situation für andere Badegäste, auch in unmittelbarer Nähe zum Ertrinkenden, fatalerweise oft überhaupt nicht lebensgefährlich!

Der amerikanische Rettungsschwimmer Mario Vittone, schildert auf seiner Website, wie das Ertrinken abläuft und was Menschen tun, wenn sie im Wasser um ihr Leben kämpfen. Dazu greift er unter anderem auf Erkenntnisse des Seesicherheits-Experten Francesco Pia zurück. Der verdeutlicht in einem Artikel des "Coast Guard’s On Scene"-Magazin nicht nur, dass ertrinkende Menschen aus Luftnot gar nicht um Hilfe rufen können, sie haben auch keine Kontrolle mehr über ihre Arme und können deshalb auch nicht durch winken auf sich aufmerksam machen. Ertrinkende Menschen strecken ihre Arme instinktiv seitlich aus und drücken sie von oben aufs Wasser. Dadurch soll der Körper über der Wasseroberfläche gehalten werden, um Atmung zu ermöglichen. Laut Francesco Pia können sich können sich Menschen, die vom Ertrinken bedroht sind, im Schnitt nur 20 bis 60 Sekunden über Wasser halten.

Damit Sie vorbereitet sind - so erkennen Sie Ertrinkende und können Leben retten:

Aufgepasst!

Darauf sollten Sie achten!

  • Die Person versucht zu schwimmen, kommt aber nicht voran oder versucht verzweifelt, sich auf den Rücken zu drehen.

  • Der Kopf ist nach hinten gebeugt, der Mund ist auf einer Höhe mit der Wasseroberfläche; Die Person ringt nach Luft.

  • Der Körper ist vertikal (aufrecht) im Wasser, Beine werden nicht oder kaum bewegt.

  • Seien Sie aufmerksam! Fragen Sie die möglicherweise betroffene Person im Zweifel: „Ist alles in Ordnung? Brauchst du Hilfe?“ Erhalten Sie eine Antwort, dann ist alles gut. Wenn nicht, dann bleiben Ihnen nur Sekunden!

  • Noch ein wichtiger Hinweis an Eltern: Im Wasser planschende Kinder sind laut. Wenn es still wird - unbedingt nachschauen!