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Radio Hamburg

Ökostromumlage in Hamburg

So teuer soll der Strom werden

Hamburg, 11.10.2012
RHH - Expired Image

Die Ökostromumlage soll erhöht werden.

Die Ökostromumlage soll steigen, damit erneuerbare Energien gefördert werden können. Welche Hamburger Unternehmen müssen die Umlage nicht zahlen und warum?

In 10 Jahren soll im letzten deutschen Atomkraftwerk das Licht ausgehen. Damit das klappt, muss die Stromproduktion aus Wind, Sonne, Biomasse oder Wasserkraft angekurbelt werden. Und zwar kräftig. Das kostet Geld. Und davon sollen wir Verbraucher eine Menge beisteuern.

Die Energiewende wird immer teurer. Die Ökostrom-, auch EEG-Umlage genannt, steigt um 1,7 auf knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde, heißt es aus Branchenkreisen. Dies bedeutet, dass ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt im kommenden Jahr etwa 60 Euro mehr für Strom zahlen muss.
 
Mit dem Geld bezahlen wir Verbraucher die Förderung erneuerbarer Energien, um langfristig auf Atomstrom verzichten zu können. Ausgenommen von der Umlage sind Unternehmen, die für ihre Produktion viel Strom brauchen. Wir Verbraucher übernehmen dabei auch die Zeche für die Unternehmen, die von der Umlage befreit sind.

Wer ist von der Ökostromumlage befreit?

 
 Andree Böhling, Energieexperte bei Greenpeace kritisiert im Interview:

"Die Politik hat aus der Ausnahme für bestimmte Unternehmen, die besonders betroffen sind von hohen Energiekosten und im internationalen Wettbewerb stehen, mittlerweile eine Regel gemacht. Das heißt, dass fast alle Unternehmen in Deutschland befreit sind von den Kosten der erneuerbaren Energie."

Da erscheint es zynisch, dass Umweltminister Altmeier von der CDU die Verbraucher zum Stromsparen erziehen will, wo wir doch die Kosten übernehmen. Er will angeblich aber im Tagesverlauf auch ein Konzept für eine Reform der Ökoumlage vorlegen.
 
 Andree Böhling von Greenpeace versteht zum Beispiel auch nicht, dass Flughäfen keine Umlage zahlen und erklärt:

"Flughäfen sind beim Faktor Strom gar nicht so belastet und auch nicht im internationalen Wettbewerb stehen, weil sie in Deutschland mit den deutschen Flughäfen konkurrieren. Deshalb gibt es auch keinen Grund sie zum Beispiel von der Belastung bei der Förderung von erneuerbaren Energien auszuschließen."

Dass die Hamburger S-Bahn einen Öko-Umlage-Rabatt bekommt, ist gerecht, meint zumindest Gelfo Kröger von der Deutschen Bahn und führt an:

"Warum soll ausgerechnet der Verkehrsträger, der der sauberste ist, diese Abgabe zahlen?"

Aber auch der Hamburger Kupferhersteller Aurubis ist von der Ökoumlage befreit. Pressesprecherin Michaela Hessling findet das fair, denn:

"Wir können Kosten, die bei uns anfallen, die aber bei unseren außereuropäischen Wettbewerbern nicht anfallen, nicht an den Kunden weitergeben, was für eine starke Wettbewerbsverzerrung sorgt. Darunter leidet unsere Wettbewerbsfähigkeit."

(rh/aba)