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Radio Hamburg

Fast 800 Millionen Euro

Die Elbphilharmonie wird zehn Mal teurer als geplant

Hamburg, 23.04.2013
Elbphilharmonie von oben, Verkehrscopter

Die Elbphilharmonie soll insgesamt 789 Millionen Euro kosten.

Die Elphilharmonie soll insgesamt 789 Millionen Euro kosten. Im Oktober 2016 soll das Konzerthaus fertiggestellt werden.

Sie gilt als Hamburgs Prestige-Projekt Nummer 1: Die Elbphilharmonie. Längst ist sie Deutschlands teuerstes Kulturprojekt. Laut Bürgermeister Olaf Scholz wird sie insgesamt 789 Millionen Euro kosten.

Alle Nebenkosten enthalten

In der Gesamtsumme seien alle Nebenkosten enthalten, sagte Scholz am Dienstag. "Nach bestem Wissen und Gewissen fehlt da nichts." Die Elbphilharmonie wird mehr als 10 mal teurer als 2005 veranschlagt. Die Rede von Scholz' Vorgänger Ole von Beust war damals von rund 77 Millionen Euro.

Hochtief nimmt die Verantwortung auf sich

Seit rund anderthalb Jahren herrscht Stillstand auf der Baustelle im Hafen, weil sich die Vertragspartner lange nicht einigen konnten. Künftig übernimmt der Essener Baukonzern Hochtief sämtliche Risiken und will das Konzerthaus bis Ende Oktober 2016 für den "Globalpauschalfestpreis" von 575 Millionen Euro fertig bauen. Die Finanzierungs- und Baukosten für den kommerziellen Teil und die Vorplanungskosten wurden dabei jedoch nicht berücksichtigt. Sollte das Projekt nun noch teurer werden, liegen die Mehrkosten bei Hochtief, betonte Kultursenatorin Barbara Kessler. "Selbst unsere Fehler, die wir gemacht haben, würden zu einem Gewährleistungsanspruch von uns gegen Hochtief führen, wenn sie nicht beseitigt würden", so Olaf Scholz.

So setzt sich die Summe zusammen

Die Gesamtsumme von 789 Millionen Euro setzt sich laut Kulturbehörde aus den früher veranschlagten Baukosten (323,3 Mio. Euro), 142,3 Millionen Euro für den kommerziellen Teil, 66,8 Millionen Euro für die Vorplanung und die Bauverzögerung sowie 256,6 Millionen Euro für die Neuordnung des Projekts, zusammen. Die 57,5 Millionen Euro an Spenden sowie Einnahmen in Höhe von 19,1 Millionen Euro für Planungen und Wohnungsmieten seien schon eingerechnet.

Skeptische Reaktionen

Während Bürgermeister Scholz an die Bürgerschaft appellierte, den vom Senat verabschiedeten Gesetzentwurf ebenfalls abzusegnen, gab es kritische Reaktionen aus der Opposition. "Das Parlament muss seine Kontrollpflichten angesichts so weitreichender und kostspieliger Entscheidungen wahrnehmen und darf die Pläne des Bürgermeisters nicht einfach
abnicken", so CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich. Ähnliche Äußerungen gab es auch von der FDP. Die Linken fordern, dass ein neutraler Gutachter das Senatspapier prüfen solle. Grüne und Linke bezweifeln, dass die Kostenflut tatsächlich beendet sei.

(dpa/slu)