Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Wer verkauft den Teenies Alkohol?

Hamburg setzt jugendliche Testkäufer ein

Hamburg, 22.02.2013
Alkohol, Jugendliche, Schule, Sucht

Bekommen Jugendliche Hochprozentiges verkauft? Das wird ab April in Hamburg getestet.

Hamburg setzt von April an jugendliche Testkäufer für Alkohol ein. Ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro ist drin, wenn Teenies Alkohol verkauft wird.

Hamburg setzt von April an jugendliche Testkäufer für Alkohol ein. Das geht aus einem Konzept der Behörde für Soziales hervor, das unter anderem der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die 16- und 17-jährigen sollen in Geschäften versuchen, Alkohol zu kaufen.

Wer umgeht das Jugendschutzgesetz?

Laut Jugendschutzgesetz dürfen unter 18-Jährige keine branntweinhaltigen Getränke kaufen oder zu sich nehmen. Darunter fallen alle alkoholhaltigen Getränke, die gegärt und anschließend destilliert worden sind, zum Beispiel Likör. Longdrinks sind ebenfalls verboten, denn auch sie enthalten Branntwein in kleineren Mengen.

Bußgeld bis zu 50.000 Euro möglich

Erwachsene Behördenmitglieder beobachten und protokollieren die Testkäufe aus der Distanz. Wird den Jugendlichen Alkohol verkauft, drohen dem Geschäft bis zu 50.000 Euro Bußgeld. Die Testkauf-Aktion wurde in Hamburg schon länger diskutiert, bislang aber nie umgesetzt.

In anderen Ländern gibt es Testkäufe durch Jugendliche bereits, zum Beispiel in Niedersachsen. Hintergrund für das Konzept ist das Trinkverhalten von Minderjährigen, das den Behörden Sorge bereitet. In den Hamburger Schüler- und Lehrerbefragungen zum Umgang mit Suchtmitteln von 2009 sagten 17 Prozent der 14- bis 15-Jährigen, mindestens einmal in den vergangenen 30 Tagen fünf und mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit getrunken zu haben. 2010 mussten 55 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren in Hamburg wegen psychischer Verhaltensstörungen - ausgelöst durch Alkohol - stationär behandelt werden.

(dpa/aba)

comments powered by Disqus