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Radio Hamburg

Kohlekraftwerk Moorburg

Kühlung mit Elbwasser untersagt

Hamburg, 22.01.2013
Moorburg, Kohlekraftwerk

Das Kohlekraftwerk Moorburg darf nicht mit Wasser aus der Elbe gekühlt werden.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Hamburg hat die sogenannte Durchlaufkühlung mit Elbwasser für den Betrieb des im Bau befindlichen Kohlekraftwerks Moorburg untersagt.

Einer entsprechenden Klage sei im vollen Umfang stattgegeben worden, teilte die Umweltorganisation BUND am Montag mit. "Dies ist ein großer Tag für den Gewässerschutz an der Tideelbe. Die Entnahme von gigantischen 64 Kubikmeter Elbwasser pro Sekunde für Kühlzwecke ist nun gerichtlich untersagt", erklärte BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch.

Kühlturms statt Elbwasser

Betreiber Vattenfall will vor einer möglichen Revision zunächst die Begründung des Gerichts abwarten, die in zwei bis drei Wochen folgen soll. Die Umweltschützer des BUND haben geklagt, weil sie sich Sorgen um die Auswirkungen auf den Fischbestand in der Tideelbe machen.
Vattenfall betont, dass das Kohlekraftwerk trotzdem im kommenden Jahr in Betrieb gehen kann. Dann soll das Kühlwasser allein aus dem ohnehin geplanten Kühlturm kommen. Dieser verbraucht allerdings mehr Strom, so dass das Kohlekraftwerk laut BUND weniger ins Versorgungsnetz einspeisen kann.

(dpa/aba)

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