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Radio Hamburg

Hamburger Hafen

Greenpeace protestiert gegen Walfleisch

Hamburg, 10.07.2013
Greenpeace gegen Walfleisch

Greenpeace protestierte im Hamburger Hafen gegen den Umschlag von Walfleich aus Skandinavien über deutsche Häfen.

Walfleisch aus Island und Norwegen gelangt über deutsche Häfen nach Japan. Dagegen protestierte jetzt Greenpeace im Hamburger Hafen - mit erstem Erfolg.

Walfleisch-Transporte sollen nach dem Willen von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nicht länger über deutsche Häfen führen. Der CDU-Politiker bat die Hafenbetreiber in Hamburg, Bremerhaven und Niedersachsen in einem Schreiben, auf freiwilliger Basis nicht länger als Umschlagplatz zur Verfügung zu stehen. Firmen aus Island und Norwegen hatten wiederholt deutsche und andere europäische Häfen für den Transit von Walfleisch genutzt. Dies sei zwar legal, da beide Staaten nur eingeschränkt an die Vorgaben zur Beschränkung des Walfangs gebunden sind, hieß es am Mittwoch in dem Schreiben. Deutschland sei jedoch strikt gegen den kommerziellen Walfang. "Ich bin überzeugt, dass die deutsche Öffentlichkeit positiv auf einen Verzicht der Hafenbetreiber auf den Transit mit Walfleisch reagieren würde", schrieb Altmaier.

Häfen in Europa sollen auf den Umschlag von Walfleisch verzichten

Bei dem Transit von Walfleisch gehe es "um verschwindend kleine Mengen, so dass kaum ein wirtschaftliches Interesse an der Aufrechterhaltung dieses Frachtumschlags bestehen dürfte". Der Hafen in Rotterdam habe in ähnlicher Weise bereits alle betroffenen Unternehmen aufgefordert, kein Walfleisch mehr durch den Hafen zu transportieren. Die Bundesregierung sei in Kontakt mit anderen EU-Mitgliedsstaaten, damit alle in Betracht kommenden Häfen in Europa freiwillig auf den Umschlag von Walfleisch verzichten.

Unterdessen protestierte Greenpeace am Mittwoch erneut im Hamburger Hafen gegen den Transport von Finnwalfleisch und erreichte damit einen ersten Erfolg. Die Charterfirma Unifeeder habe den Auftrag storniert und sich damit geweigert, das Walfleisch zu transportieren, teilte Greenpeace mit. Meeresexpertin Iris Menn habe die entsprechenden Papiere einsehen können. Ein Sprecher von Unifeeder bestätigte inzwischen die Stornierung. Menn bezeichnete den Schritt als "tollen Erfolg". Es werde schwierig werden, jetzt noch ein Schiff zu finden, welches das Walfleisch transportiere, sagte die Meeresexpertin.

Greenpeace fordert Vernichtung des Walfleischs

Aktivisten der Umweltschutzorganisation waren am Mittag auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan bringen soll. Mit dem Banner "Stoppt den Handel mit Walfleisch" protestierten gleichzeitig zehn Umweltschützer in Schlauchbooten rund um das Schiff. Die sechs Container mit Finnwalfleisch aus Island sollen nach Angaben der Umweltschützer über Hamburg und Rotterdam nach Japan transportiert werden. "Solange die Bundesregierung die Durchfuhr von Walfleisch duldet, macht sie sich mitschuldig an der Jagd auf die bedrohten Finnwale", sagte Menn. Die Umweltschutzorganisation forderte Bundesumweltminister Altmaier und Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dazu auf, "die Chance zu ergreifen und für die Vernichtung des Walfleischs zu sorgen".

Zugleich begrüßte Greenpeace das Schreiben von Altmaier, forderte aber eine rechtlich verbindliche Regelung, die den Transport von Walfleisch über deutsche Häfen generell verbietet. "Dies ist ein guter erster Schritt, aber das reicht bei weitem nicht aus. Kontrollen oder gar Strafen wären so nicht möglich", sagte Menn. Die Unwirksamkeit solcher freiwilliger Verpflichtungen deute sich gerade in den Niederlanden an. Dort haben sich die Hafenbehörden zu einer freiwilligen Verpflichtung bekannt, trotzdem habe das Frachtschiff "Cosco Pride" mit Walfleisch an Bord den Hafen von Rotterdam passieren können. Die USA zeigten, dass eine rechtlich verbindliche Regelung möglich sei. (dpa/apr)

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