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Radio Hamburg

"Kein Täter werden"

UKE verlängert Pädophilen-Prävention

Hamburg, 04.07.2013
RHH - Expired Image

Im UKE in Eppendorf bekommen Pädophile Hilfe.

Das Präventionsprojekt für Pädophile im Universitätsklinikum Eppendorf wird nach positiver Bilanz verlängert.

Das therapeutische Hilfsangebot für Männer mit pädophilen Neigungen am UKE wird gut angenommen. Mehr als 40 Betroffene sind seit dem Start vor etwa einem Jahr freiwillig in die Therapie gekommen. Das bestätigte der Projektleiter Professor Peer Briken. Jetzt wird das Projekt um ein Jahr verlängert.

Bundesweite Schutzmaßnahme

Das Angebot gehört zum bundesweiten Netzwerk "Kein Täter werden". Anlaufstellen befinden sich neben Hamburg in Berlin, Kiel, Hannover, Regensburg, Leipzig und Stralsund. Ein achter Standort ist in der Planung. In der Berliner Charité begann das Projekt bereits 2005.

Therapie beeinflusst Patienten positiv

Von pädophilen Neigungen betroffene Menschen wird in Einzel- und Gruppensitzungen sexualtherapeutisch und medizinisch geholfen, teilweise bekommen sie auch Medikamente. In der Therapie lernen die Menschen Verantwortung für ihre Neigungen zu übernehmen und niemandem Schaden zuzufügen. "Der Ansatz ist: Jeder kann sich verändern", so Projektleiter Briken.

Pädophilie ist ein großes Problem

Insgesamt haben sich in ganz Deutschland bislang etwa 2.800 Menschen an die Präventionsambulanz gewendet, in Hamburg waren es 157 Männer. Die meisten Betroffenen sind zwischen 25 und 45 Jahre alt. Es wird geschätzt, dass sich bundesweit rund 250.000 Menschen zwischen 18 und 75 Jahren zu Jungen und Mädchen hingezogen fühlen. Ein Großteil sexueller Übergriffe an Kindern und Jugendlichen ist laut Angaben des UKE polizeilich nicht bekannt: "Die Dunkelziffer ist Expertenschätzungen zufolge mindestens acht Mal höher als die tatsächliche Zahl der Straftaten."

(dpa/slu)

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