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Radio Hamburg

IBA 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg

Die Internationale Bauausstellung ist eröffnet

Hamburg, 24.03.2013

Die IBA hat begonnen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz eröffnete die Bauausstellung am Samstagabend vor dem Bürgerhaus Wilhelmsburg.

Rund 60 Projekte im Hamburger Süden zu den Themen Bauen, Energie und Bildung verwirklichen Visionen von der "Stadt der Zukunft".

"Was hier geschieht, stößt international auf großes Interesse"

"Was hier geschieht, stößt international auf großes Interesse", sagte Bürgermeister Olaf Scholz am Samstag bei der Feier vor dem Bürgerhaus Wilhelmsburg, zu der nach Angaben der Veranstalter rund 1500 Menschen gekommen waren.

" Die IBA Hamburg 2013 wird das Gesicht unserer Stadt als Ganzes verändern, weit über die Dauer der Bauausstellung hinaus." Eine Milliarde Euro öffentlicher und privater Gelder flossen in die Vorhaben. Aufgrund des schlechten Wetters in den vergangenen Wochen sind bislang erst 46 Projekte fertig.

IBA soll den "Sprung über die Elbe" schaffen

Die sozial schwachen Stadtteile Wilhelmsburg und Veddel liegen auf einer Elbinsel. Der Strom hatte lange das Zusammengehörigkeitsgefühl der Hamburger beschnitten. Die IBA soll dafür sorgen, dass der "Sprung über die Elbe" gelingt und die sozialen Brennpunkte zu attraktiven Vierteln werden. Hunderttausende Besucher werden bis zum 3. November erwartet, darunter viel internationales Fachpublikum.

Hunderte Gegner protestieren zum Auftakt

Doch es gab auch lautstarken Protest: Mehrere hundert Gegner protestierten gegen die IBA, ihre Demo-Route verlief entfernt vom Bürgerhaus. Die Polizei gab die Zahl der Protestierenden mit 560 an, die Beamten zeigten den ganzen Abend über massive Präsenz.

 

Die IBA-Kritiker befürchten, dass mit der Aufwertung der Stadtteile die Mieten steigen und arme Menschen wegziehen müssen. Zudem werde mit der Bauausstellung nicht genug bezahlbarer, neuer Wohnraum geschaffen, argumentieren sie. Begleitet von Trommlern zogen die Teilnehmer der Eröffnungsfeier vom Bürgerhaus in die neue Mitte Wilhelmsburg mit ihrer ausgefallenen, modernen Architektur.

Eiseskälte treibt die ersten Besucher in die Neubauten

Vom kalendarischen Frühling war dabei nichts zu spüren. Bei der Eiseskälte stoppten nur wenige Menschen an den Imbissbuden im Freien, die meisten versuchten möglichst schnell, in die Neubauten hineinzukommen. Die Besucher konnten viele innovative Hausprojekte bewundern - etwa die kunterbunte Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, das energieeffiziente Wälderhaus aus Holz und das knallgrüne «BIQ-Haus» mit einer Bioreaktorfassade, das Algen zur Energieproduktion nutzt.

Theatergruppe "Kommando Himmelfahrt

In einige Gebäuden führte die Theatergruppe "Kommando Himmelfahrt" die Zuschauer angelehnt an den Roman "Utopia" von Thomas Morus aus dem 16. Jahrhundert auf eine Kunstexpedition. Ob die IBA für die Bewohner der Elbinseln ein Erfolg war, werde sich erst in einigen Jahren zeigen, meinte Besucher Joachim Thiehoff aus dem westfälischen Dorsten.

Touren per Bus, Barkasse oder Fahrrad

Am Sonntag werden die Besucher dann erstmals die Möglichkeiten haben, auf Touren per Bus, Barkasse oder Fahrrad das 35 Quadratkilometer große IBA-Gelände kennenzulernen. Anziehungspunkte werden unter anderem der Energieberg Georgswerder sein, der einst eine Giftmülldeponie war, und der Energiebunker, der vom zerstörten Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in ein Öko-Kraftwerk verwandelt wurde.

(dpa/pne)