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Radio Hamburg

Wetter am Wochenende

Die Eisheiligen kommen

Hamburg, 10.05.2013
RHH - Expired Image

Besonders Obstbäume leiden unter Frost im Mai.

Sonne und Regen - Das Wetter im Mai spielt verrückt. Am 11. Mai kommen die Eisheiligen. Doch was bedeutet das und wie wird das Wetter am Wochenende?

Besonders für Hobbygärtner sind die Eisheiligen ein wichtiges Thema. Auch im Mai kann es nämlich noch Frost geben - und dafür sollen die Eisheiligen verantwortlich sein. Der Frost im Mai kann vor allem jungen Gemüsepflanzen und den Blüten von Obstbäumen schaden. Doch was ist dran an der Geschichte der Eisheiligen und wie wird das Wetter dieses Jahr Mitte Mai?

Kaltlufteinbrüche und Frost

Wir haben Kent Heinemann aus unserem Wetterexperten-Team gefragt. "Die fünf Eisheiligen besuchen uns traditionell in der Zeit vom 11. bis zum 15. Mai. Entstanden ist der Begriff aus der Beobachtung, dass es in der zweiten Maihälfte des Öfteren zu Kaltlufteinbrüchen durch Zufuhr arktischer Polarluft kam. Diese Kaltluftvorstöße können Nachtfröste mit sich bringen, die bei frostempfindlicher Vegetation Schäden verursachen können", so Heinemann.

Am Wochenende nur 10 bis 15 Grad und viel Wind

Auch in diesem Jahr beginnt zu dieser Zeit ein kühlerer und wechselhafter Witterungsabschnitt, da von der Nordsee am Wochenende recht frische Luft heran geführt wird. So klettern die Tageswerte bei teils lebhaften Winden nur noch auf 10 bis 15 Grad. Nur im Osten Deutschlands hält sich anfangs noch etwas wärmere Luft. Nachts kann es besonders im Süden und in den Mittelgebirgen wieder Bodenfrost geben. In höheren Lagen ist sogar leichter Luftfrost möglich. Zu Beginn der kommenden Woche könnte sich zumindest im Südosten Deutschlands vorübergehend wieder etwas wärmere Luft mit Tageswerten um 20 Grad durchsetzen.

Wie kommt es zu den Eisheiligen?

Im Mai ist die Sonne schon sehr stark und somit kann sich das mitteleuropäische Festland im Gegensatz zum Atlantik viel schneller erwärmen. Dabei kommt es zu Temperaturunterschieden. Zwischen warmer und kalter Luft können sich dann Tiefdruckgebiete bilden, die auf ihrer Westflanke kalte Luft nach Mitteleuropa transportieren. Bei klaren Nächten können dann die Temperaturen deutlich zurück gehen und Bodenfrost auslösen.

Die fünf Eisheiligen heißen übrigens Mamertus (11.Mai), Pankratius (12.Mai), Servatius (13.Mai), Bonifatius (14.Mai) und Sophie (15.Mai).

Gregorianischer Kalender sorgt für Verschiebung

Wie bei vielen anderen Regeln, die auf jahrhundertealten Annahmen und Beobachtungen ruhen, muss man auch bei den Eisheiligen die gregorianische Kalenderreform beachten, die zwischen 1582 und 1752 eingeführt wurde. Damals wurde ein Monat um 11 Tage verkürzt, was zur Folge hat, dass die Eisheiligen eigentlich erst 11 Tage später auftreten, nämlich vom 22.-26. Mai. Dieses Datum passt im Allgemeinen auch besser zu den spätesten Nachtfrösten, die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert wurden. 

 

(mgä)