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Radio Hamburg

Sturmböen im Norden

Erster Herbststurm des Jahres über Hamburg

Offenbach/Hamburg, 28.10.2013

Extreme Orkanböen, überflutete Straßen und umgeknickte Bäume: Christian und Burkhard sorgen für unruhigen Wochenstart im Norden.

Die ersten Herbststürme bringen für Schleswig-Holstein und Hamburg turbulentes Wetter. Für Montag sagte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach für weite Teile des nördlichsten Bundeslandes Orkanböen voraus. An der nordfriesischen Küste und den vorgelagerten Inseln sind demnach auch extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde möglich. "Damit ist die Sturmsaison nun wohl endgültig eröffnet", sagte der Meteorologe vom Dienst, Lars Kirchhübel.

Christian und Burkhard sorgen für unruhigen Wochenstart

Auslöser sind Tief Burkhard und Orkantief Christian. Bereits am Sonntag konnten sich die Einsatzkräfte für die Sturmsaison warmlaufen. Im Mittelweg in Hamburg stürzten etwa Teile eines Baumes auf ein parkendes Auto, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Schadenshöhe war zunächst unklar, verletzt wurde aber niemand. Für die Bergung wurde der Mittelweg gesperrt. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte wegen des Wetters rund zehnmal zu kleineren Einsätzen ausrücken.

Auch in Schleswig-Holstein gab es vereinzelt Sturmschäden durch umgeknickte Bäume. Dabei sei aber nichts Dramatisches passiert, hieß es in der Regionalleitstelle der Polizei in Kiel. Auch in den anderen Landesteilen ist nichts geschehen, "was der Rede wert sei", wie es ein Diensthabender der Regionalleitstelle in Elmshorn zusammenfasste.

Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern

Der erste schwere Herbststurm des Jahres ist in Niedersachsen und Bremen dagegen bislang ruhig verlaufen. Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr gab es in der Nacht zum Montag kaum wetterbedingte Einsätze. Im Lauf des Tages soll der Sturm jedoch an Stärke gewinnen: Der Deutsche Wetterdienst warnt für den Montagvormittag vor extremen Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern.

Auch Großbritannien und Frankreich betroffen

Die Auswirkungen des Sturms waren in Großbritannien besonders heftig. Teile der Südküste wurden überflutet, erhebliche Verkehrsbehinderungen ausgelöst und es gibt bereits ein erstes Todesopfer. In der Grafschaft Kent kam eine 17 Jahre alte Jugendliche ums Leben, teilte die Polizei mit. Sie sei in ihrer Wohnung im Bett liegend erschlagen worden, als ein Baum auf das Gebäude fiel. Am größten Flughafen Europas, London-Heathrow, wurden allein 130 Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher des Airports. Auch in Frankreich waren die Auswirkungen des Sturms deutlich zu spüren. Etwa 75.000 Haushalte in der Normandie und Bretagne waren am Montag ohne Strom.
(dpa/apr)

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