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Radio Hamburg

Raketen, Böller und Co.

Feuerwerk: Verkauf startet am 29.12.

Hamburg, 28.12.2015
Silvester, Feuerwerk, Neujahr

Fast jeder dritte Deutsche will in der Silvesternacht Feuerwerk zünden. Aber Vorsicht ist geboten!

Am Dienstag (29.12.) startet der Feuerwerksverkauf. Fast jeder dritte Deutsche will in der Silvesternacht Feuerwerk zünden.

Fast jeder dritte Deutsche will in der Silvesternacht Feuerwerk zünden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sagten 31 Prozent, dass sie den Jahreswechsel mit Raketen, Böllern oder anderem Feuerwerk feiern wollten. 66 Prozent verzichten dagegen darauf. 48 Prozent der Befragten sehen Feuerwerk vorwiegend positiv. Für 43 Prozent überwiegen die negativen Seiten wie Lärm, Schmutz auf den Straßen oder die Sorge vor Terroranschlägen.

Ein Verbot von Böllern in bestimmten Bereichen oder generell wird allerdings eher skeptisch gesehen. Jeweils 25 Prozent meinen, dass das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften und in Bahnhöfen verboten werden sollte. In jüngster Zeit wurden Flüchtlingsunterkünfte mehrfach mit Feuerwerkskörpern attackiert. 19 Prozent sind für ein Böllerverbot in Innenstädten, 13 Prozent sind für ein generelles Verbot.

Feuerwerk: Verkauf startet Dienstag

Der Verkauf von Feuerwerk startet in diesem Jahr am 29. Dezember. Abgebrannt werden dürfen die Böller und Raketen laut Gesetz nur am 31. Dezember und 1. Januar.

Feuerwehr warnt vor Polenböllern

In der Silvesternacht ist besondere Vorsicht geboten. Besonders aber die sogenannten Polenböller könnten schwerste Verletzungen verursachen, erklärte Feuerwehrsprecher Werner Nölken bereits vor Weihnachten in Hamburg. Auf dem Gelände
der Feuerwache Harburg demonstrierte der Kampfmittelräumdienst die Wirkung eines solchen Knallers. Die Explosion zerfetzte die Hand einer lebensgroßen Puppe. Ein weiterer Böller riss eine Schweinepfote auf. "Alle Knochen, alle Sehnen liegen frei", kommentierte Bombenentschärfer Michael Hein anschließend. "Unser Appell ist wirklich, die Finger von illegalem Feuerwerk zu lassen", betonte Hein. In Hamburg seien in den vergangenen Jahren zu Silvester immer mehrere Dutzend Menschen verletzt worden. "Was wir feststellen, ist, dass die Schwere der Verletzungen zunimmt", sagte Nölken.

Extreme Druckwelle 

"Polenböller" enthalten einen ganz anderen Sprengstoff als die legalen Knaller, die mit einer Mischung aus Schwarzpulver und Asche gefüllt sind. Sie entwickelten bei der Explosion hohe Temperaturen, eine extrem große Druckwelle und mitunter eine starke Splitterwirkung. Während zugelassene Feuerwerkskörper eine Pappummantelung haben, die die Energie schnell verpuffen lassen, könnten verbotene Böller auch gefährliche Betonteile enthalten.  Ob die Lunte die vorgeschriebenen drei bis fünf Sekunden brenne, sei ebenfalls unklar. Der Kampfmittelräumdienst brachte die illegalen Böller darum mit einer Elektrozündung zur Explosion. Die Feuerwehr selbst darf diese Art von Pyrotechnik nicht erwerben oder zünden, so streng ist das Verbot in Deutschland. Der Kampfmittelräumdienst hatte sich für die Demonstration einige beschlagnahmte Böller vom Zoll kommen lassen.

Vor dem Silvesterfeuerwerk sollten die Bürger Türen, Fenster und Garagen schließen, um Brände durch fehlgeleitete Raketen zu verhindern.

Das solltet Ihr unbedingt beachten 

Der richtige Umgang mit Feuerwerkskörpern

  • Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist nur in der Zeit vom 31. Dezember 18 Uhr bis zum 1. Januar 1 Uhr erlaubt. Die Abgabe darf nur an Personen über 18 Jahre erfolgen.

  • Die Gebrauchsanweisung sollte stets sorgfältig gelesen und befolgt werden. Das gilt auch für "harmloses" Tischfeuerwerk.

  • Die Verwendung von Signalmunition und Seenotrettungsraketen sowie das Abschießen von Munition aus Schusswaffen jeder Art als Silvesterknallerei ist verboten.

  • In der Silvesternacht sollten alle Fenster, Lüftungsklappen etc. in der Wohnung, im Büro etc. geschlossen bleiben.

  • Die Mehrzahl von Feuerwerkskörpern darf nur im Freien angezündet werden. Das Zünden in Wohnräumen, Treppenräumen, an geöffneten Fenstern, auf Balkonen etc. ist eine häufige Brandursache.

  • Feuerwerkskörper wie Kanonenschläge, Donnerschläge, Böller etc. nie in der Hand halten, sondern auf den Boden legen und mit "langem Arm" anzünden, danach 3-5 Meter Abstand halten. In der Hand gezündete Feuerwerkskörper nicht unkontrolliert fortwerfen. Handschuhe schützen vor Verbrennungen.

  • Raketen nie aus der Hand starten, sondern aus auf dem Boden stehenden Flaschen. Die Rakete muss so aufgestellt werden, dass sie nach dem Abschuss ungehindert aufsteigen kann. Beschädigte Stockraketen dürfen nicht gezündet werden, da deren Flugbahn unberechenbar sind. Einen Versager niemals erneut anzünden!

  • Kinder und Jugendliche sollten Feuerwerkskörper nie ohne Aufsicht Erwachsener zünden. Des Weiteren gehört Kleinfeuerwerk nicht in Kinderhände. Kleine Kinder sollten während des Feuerwerks in der Wohnung bleiben.

  • In der Nähe von Anlagen oder Gebäuden, die besonders brandempfindlich sind (Reet- oder Strohdachhäuser), dürfen Feuerwerkskörper nur in genügendem Abstand und unter Beachtung der Windrichtung abgebrannt werden.

  • Feuerwerkskörper niemals selbst basteln oder gekaufte Artikel verändern. Hierbei ist die Verletzungsgefahr besonders hoch.

  • Vorräte von Feuerwerksartikeln sollten in festen verschließbaren Taschen und auf keinen Fall in Körpernähe aufbewahrt werden.

     

    Quelle: Feuerwehr Hamburg

 

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Feuerwerk, Raketen, Böller gehören zu Silvester einfach dazu. Beim Gebrauch sollten allerdings einige Verhaltensr ...

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