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Radio Hamburg

Nautische Zentrale in Hamburg

Schiff-Überwachungszentrum der Costa-Reederei

Hamburg, 29.10.2015
Schiff, Überwachung, Costa, Zentrale, Hamburg

So sieht die Schiff-Überwachungszentrale in Hamburg aus.

Die italienische Costa-Gruppe hat hier bei uns in Hamburg ihr neues digitales Schiff-Überwachungszentrum vorgestellt.

Fast vier Jahre nach dem Schiffsunglück der " Costa Concordia" hat die Costa-Reedereigruppe eine neue nautische Zentrale in Hamburg in Betrieb genommen. Die Einrichtung sei eine indirekte Konsequenz aus der Havarie, sagte der seit Juli 2012 amtierende Costa-Vorstandschef Michael Thamm am Mittwoch (28.10.) in Hamburg. Die "Concordia" war im Januar 2012 mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der italienischen Mittelmeer-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und havariert. 32 Menschen starben, unter ihnen zwölf Deutsche.

Kreuzfahrt-Sicherheit verbessern

Angesichts des Flottenausbaus und der Kooperation in der Gruppe, zu der Costa Crociere (Genua), Costa Asien (Schanghai) und die Rostocker Reederei Aida gehören, sei das neue Fleet Operations Center (FOC) gleichzeitig eine logische Entwicklung, ergänzte Jens Lassen, Direktor der dazu gegründeten Firma Carnival Maritime. Ziel sei, Sicherheitsstandards in der Kreuzfahrtindustrie zu verbessern und sie auf das Niveau der Luftfahrtindustrie zu bringen.

Rund 150 Mitarbeiter kontrollieren im Hamburger FOC rund um die Uhr die Schiffsbewegungen der 25 Kreuzfahrtschiffe - im Mittelmeer ebenso wie auf dem Atlantik oder in Fernost. Auf drei Multimedia-Wänden werden deren Routen oder Liegeplätze aufgerufen, Wetterkarten dazugestellt oder Geschwindigkeiten und Treibstoff-Verbrauch analysiert. Die Costa-Gruppe mit rund 4 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) Jahresumsatz und 27 000 Mitarbeitern gehört zum US-Kreuzfahrtriesen Carnival.

(dpa/aba)

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