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Radio Hamburg

Technische Neuerung

Mit dieser Software wird die Feuerwehr zum Hellseher

Hamburg, 14.06.2016
Feuerwehr Symbolbild

Ob nun ein Feuer in Wandsbek ausbricht, ein Gefahrgutcontainer im Hafen Leck schlägt oder, wie kürzlich, eine Lagerhalle auf der Veddel brennt: Hamburgs Feuerwehr ist vorbereitet.

"Die Anwohner in den Stadtteilen XY werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten." Sehr oft hört man diesen oder ähnliche Sätze, wenn es zu einem großen Brand gekommen ist. Aber sind wirklich immer alle Anwohner dieser Warnungen betroffen? Die Hamburger Feuerwehr hat nun, dank einer neuen Software, die Möglichkeit, sehr genau vorherzusagen, welche Bereiche es besonders betrifft.

Wohin und wie schnell ziehen gefährliche Wolken?

Die Software entstand in einer Kooperation des US-Marineforschungsinstituts und der Universität Hamburg. Am Dienstagabend wurde sie der Feuerwehr Hamburg übergeben. Die Software heißt CT-Analyst. CT ist die Abkürzung für Containment Transport, zu Deutsch Schadstofftransport. Dieser Analyst ist dazu in der Lage, bei einem großen Brand oder einer Explosion, auf weniger als hundert Meter genau vorherzusagen, wohin, wie schnell und in welcher Konzentration gefährliche Stoffe ziehen. "Der Witz ist, dass man präventiv sagen kann, wo wird die Wolke in einer Stunde sein", sagte Feuerwehchef Klaus Maurer. Für den Schutz der Bevölkerung sei dies besonders wichtig.

Spätestens Anfang Dezember einsatzbereit

Die Software deckt das gesamte Stadtgebiet und die Umgebung ab. Spätestens zum Treffen der OSZE Anfang Dezember soll sie einsatzbereit sein. Die Software wird unter anderem auch schon seit Jahren bei der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten in Washington eingesetzt, so Projektpartner Gopal Patanik vom Marineforschungsinstitut. Auch bei der Amtseinführung im Januar 2017 wird die, mit Hamburger Hilfe, weiterentwickelte Version zum Einsatz kommen.

Einzigartiges Programm in Europa

Damit die Software auch punktgenau funktioniert, hat die Hamburger Feuerwehr dreidimensionale Angaben zu jedem Hamburger Gebäude, Haus und Baum vom Vermessungsamt bekommen. Sie werden zusammen mit Wetterdaten und unzähligen anderen Angaben in das Programm eingebaut. Das Programm ist in Europa einzigartig, heißt es. Die Feuerwehr und die Polizei schicken im Katastrophenfall ihre Messwagen raus und der CT-Analyst berechnet dann die Schadstoffwolke. Durch das Programm kann die Feuerwehr 4 Stunden in die Zukunft blicken.

(dpa/mel)

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