Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Bürgerschaftsdebatte

Ist Hamburg noch eine Sportstadt?

Hamburg, 25.05.2016
Sport, Schuhe, Zubinden

Welchen Stellenwert hat Sport in der Hansestadt?

Schockstarre bei den Freezers-Fans und eine gescheiterte Olympia-Bewerbung. Hitzige Debatte in der Bürgerschaft über den Stellenwert des Sports.

Das Aus für die Profi-Eishockey-Mannschaft der  Freezers hat die Debatte über die Sportpolitik in Hamburg kräftig erhitzt. Die Opposition warf dem Senat am Mittwoch (25.05.) in der Bürgerschaft vor, den Sport zu vernachlässigen, vor allem den Breitensport als Basis des Spitzensports. Dagegen sieht Sportsenator Andy Grote (SPD) die Kraft Hamburgs als Sportstadt trotz der jüngsten Rückschläge für Profimannschaften ungebrochen.

Grote räumt Tiefschläge ein

Das Nein zur Olympia-Bewerbung und das Aus für die Erstliga-Mannschaften im Handball, Volleyball und Eishockey seien Tiefschläge, räumte Grote in der Aktuellen Stunde ein. In der Nacht zum Mittwoch war die letzte Frist verstrichen, eine Lizenz für die neue Saison zu beantragen. Der Eigner aus den USA, die Anschutz Entertainment Group (AEG), hatte sich vor einigen Tagen aus der Finanzierung des defizitären Mannschaft zurückgezogen. Ebenso wie bei den HSV-Handballern und den Aurubis Volleyball-Damen handle es sich bei den Freezers um eine unternehmerische Entscheidung, sagte Grote. Die hätten mit den Rahmenbedingungen in der Sportstadt Hamburg nichts zu tun. Er wies auch Vorschläge aus der CDU-Fraktion zurück, Vereine von städtischen Unternehmen sponsern zu lassen.

Die Opposition hielt dagegen. "Der Traum von einer Sportstadt Hamburg ist unter diesem Senat endgültig geplatzt", sagte der sportpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Daniel Oetzel. "Sportsenator Grote kann oder will den Absturz nicht stoppen." 

Vereinssport in Hamburg unterfinanziert

Die Linke kritisierte, dass seit Jahrzehnten der Breiten-, Freizeit- und Schulsport zu wenig gefördert worden sei. Ein weiterer Baustein seien die jetzt gescheiterten Gespräche des Senats mit dem Hamburger
Sporbund (HSB) über einen Sportfördervertrag 2017/18. Der HSB hatte die Gespräche abgebrochen, weil es keine akzeptablen Angebote des Senats gegeben habe.

Der Vereinssport sei die Grundlage für den Sport in Hamburg, betonte Grote. Die Kommunikation des HSB sei "eigentümlich". Die Gespräche seien nicht abgebrochen worden, sondern würden Anfang Juli
fortgesetzt.

Die CDU beklagte eine chronische Unterfinanzierung des Vereinssports in Hamburg. "Warum sollten Geldgeber dauerhaft in Profiteams wie die Freezers oder den HSV-Handball investieren, wenn die Stadt selbst ihre Aufgabe im Sport so sehr vernachlässigt", fragte Thomas Kreuzmann, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. CDU-Fraktionschef André Trepoll kritisierte, seit dem Olympia-Aus beschäftige sich Bürgermeister Olaf Scholz gar nicht mehr mit dem Sport. Und was mache eigentlich Sport-Staatsrat Christoph Holstein? Dessen Bilanz sei verheerend. (dpa)

comments powered by Disqus