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Radio Hamburg

Da fehlen uns die Worte

Miniatur Wunderland macht Hass-Brief öffentlich

Hamburg, 23.02.2017
Hassbrief an Miniatur Wunderland

Diese Hass-Botschaft erreichte das Miniatur Wunderland.

Ein Hass-Brief erreicht das Miniatur Wunderland. "Heinz-Günter" regt sich darüber auf, dass Flüchtlinge bei der "Kann ich mir nicht leisten" Aktion dabei sind.

Die Initiatoren des Miniatur Wunderlands hier in Hamburg sind geschockt. Frederik und Gerrit Braun haben einen Brief eines gewissen "Heinz-Günter" bekommen, der sich darüber auslässt, dass Flüchtlinge das Miniatur Wunderland kostenlos besuchen können. Nach dem ersten Schock entscheiden sich die Geschäftsführer, den Brief öffentlich zu machen und auf Facebook zu posten. Richtig so! Die beiden haben sogar mit dem Hass-Schreiber telefoniert und müssen resigniert in einem Interview bei uns feststellen: "Leider muss man sagen, dass dem Mann wohl einige Gehirnzellen fehlen."

Statement des Miniatur Wunderlands zum Hassbrief

Das postete das Miniatur Wunderland auf Facebook:

Diese HASS-BOTSCHAFT erreichte soeben das Wunderland! 
Zitate: „Wir wünschen Ihnen eine bombenlose Zeit." UND „Alle Freunde der Eisenbahn werden das Wunderland nicht mehr besuchen!“ 
Es reicht! BITTE mit der BITTE TEILEN, dass die vielen liebevollen und wunderbaren Menschen in Deutschland, die bisher nur zuschauen, uns helfen nun endlich LAUTER zu werden.
Es geht um unsere Januar-Aktion „Kann ich mir nicht leisten“, bei der über 18.000 Menschen kostenlos ins Wunderland kamen, die sich den Eintritt nicht leisten konnten. Sie richtete sich an ALLE Menschen, denen es nicht so gut geht. Unter den Besuchern waren auch ca. 25% Flüchtlinge. Die Aktion basierte auf Vertrauen und war wunderbar. Man spürte pures Glück und Freude bei den Menschen! Leider bekamen wir neben massenhaft Danksagungen auch einige solcher Schreiben und Mails.
Wo steuern wir hin, wenn eine Aktion wie unsere, bei einigen von Angst gesteuerten Menschen dazu führt, virtuell und per Post solche Hassbotschaften zu verbreiten? Das Problem unseres heutigen, virtuellen Zeitalters ist die Tatsache, dass negative Botschaften schnell und leicht „rausgehauen“ werden und zu wenig positives Antworten entgegengesetzt werden. Dadurch entsteht ein völlig falsches Meinungsbild!
Lasst uns gemeinsam Haltung für eine Welt zeigen, die wieder die Menschlichkeit in den Vordergrund stellt. 

(aba)

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