Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Schüler haben "Urlaub"

Woran man merkt, dass in Hamburg Ferien sind

Hamburg, 06.03.2017
Schulferien

Schulferien in Hamburg haben für Menschen ohne Kinder im Alltag durchaus einige Vorteile. 

Wenn in Hamburg mal wieder Ferien sind, dann bemerken das die Zurückgebliebenen oft ganz schnell im Alltag. 

Steppenläufer fliegen über die Straße und der Supermarkt ist wie leer gefegt - es sind Anzeichen für etwas Großes, etwas Wiederkehrendes, etwas, das von allen Kindern geliebt wird: Schulferien. Ja, die Schüler Hamburgs dürfen sich auf zwei Wochen Auszeit freuen - mehr oder weniger. Doch nicht nur an den leeren Schulen merkt man, dass Ferien sind, sondern auch im ganz normalen Alltag. 

Was ist das immer für ein Stress beim Autofahren, Einkaufen oder beim Einparken? Wenn erstmal Ferien sind, dann bemerkt man erst - erstaunlich schnell - wie viele Menschen in Hamburg Kinder haben. Und es gibt einige Alltagssituationen, bei denen man ganz deutlich merkt, dass wieder Ferienzeit herrscht. 

1. Straßenverkehr: Morgens, 8:30 Uhr, auf dem Weg zur Arbeit irgendwo in der Hamburger Innenstadt. Während man normalerweise 45 Minuten von Rahlstedt bis in die City braucht, ist man zu Zeiten der Schulferien innerhalb von 25 Minuten in der Stadt. Kein Geschleiche - kein hektisches Gehupe von Kombi-Fahrern - keine Überforderung der ökologisch-bedachten Muttis, die ihre Kinder immer vor den Rudolf Steiner Schulen abliefern. Es ist, als würden die restlichen Autofahrer die Fahrt zur Arbeit richtig genießen. 

2. Parkplatzsuche: Wer in Richtung Altona, Eimsbüttel, Eppendorf oder auch Winterhude wohnt, der kennt die Probleme bei der Parkplatzsuche. Vom Auto wandert man noch mal 5 Kilometer bis zur eigenen Haustür. Doch kaum sind Ferien, sind wie durch ein Wunder die Hälfte der Parkplätze frei. 

3. Einkaufen: Hier geht es um Lebensmittel, denn die kann man ebenfalls viel entspannter kaufen, weil der Supermarkt auf einmal wie leer gefegt ist. Keine genervten Eltern mit schreienden Kindern, die schon völlig übermüdet sind. keine überfüllten Kassen - und auch hier wieder: keine überfüllten Parkplätze. 

4. Bahnfahren: Wieder morgens, 8:30 Uhr, auf dem Bahnsteig. Die Ellenbogen müssen nicht herausgefahren werden und auch die bösen Blicke beim Kampf darum, wer als erstes einsteigt, bleiben einem selber und auch anderen erspart. 

5. Die City bebt: Nicht für jeden Schüler geht es während der Ferien in den Urlaub. Stattdessen geht es in die Stadt. Haben die Halbwüchsigen um 12:37 Uhr erstmal ausgeschlafen, wird sich zwei Stunden geschminkt und dann gehts mit den Michael Kors Taschen und Nike Air Huarache ab in die City. Irgendwie muss Starbucks ja am Leben bleiben. 

(pgo)