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Radio Hamburg

Vorwurf: Vögel sollen verstümmelt werden

PETA-Anzeige gegen Hagenbeck & andere Zoos

Hamburg, 09.11.2017
Flamingos im Zoo.

Die Tierschutzorganisation PETA hat  Strafanzeige gegen 20 Zoos und Tierparks erstattet - darunter auch der Tierpark Hagenbeck.

PETA wirft ihnen vor, gegen das Tierschutzgesetz zu verstoßen, weil sie Vögeln die Federn stutzen würden, um sie flugunfähig zu machen.

Wasservögel wie Flamingos, Pelikane oder Gänsevögel seien davon betroffen. PETA schreibt in seiner Pressemeldung: "Zoos sind gesetzlich dazu verpflichtet, ein Entkommen der Tiere zu verhindern. Freiflughallen aber sind teurer zu bauen, aufwändig in der Instandhaltung und bieten dem Besucher außerdem ein weniger idyllisches Bild, als die Illusion von sich (dem Anschein nach) frei bewegenden Tieren auf einer Teichanlage. Um also Baumaßnahmen zu vermeiden und den Besuchern die Vögel ansprechender zu präsentieren, wurde bei einigen Vogelarten bisher routinemäßig das Flugunfähigmachen genutzt. Damit werden das Leid der Tiere und die Einschränkung ihres natürlichen Flugverhaltens in Kauf genommen."

Die Pressestelle von Hagenbeck konnte uns zu dem Prozedere bei ihren Vögeln am Mittwoch (08.11.) nichts mehr sagen, da sie die zuständigen Tierärzte nicht erreichen konnte. Außerdem hatte der Tierpark bis dahin nur aus den Medien von der Strafanzeige erfahren, zugegangen war sie noch nicht.

(aba)

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