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Radio Hamburg

Sexuelle Misshandlung

Verlängerung der Verjährungsfrist gefordert

Kind Missbrauch Gewalt

Politik und Opfer fordern eine Verjährungsfrist von 30 Jahren bei sexueller Misshandlung.

Norbert Denef ist ein Misshandlungsopfer und kämpft nun dafür, dass sexuelle Misshandlungen länger zur Anzeige gebracht werden können.

Hamburg - Die meisten Verbrechen dieser Art passieren im Verborgenen, im vermeintlich geschützten Raum: zu Hause! Die Rede ist von sexueller Misshandlung. Oft sind die Opfer Kinder, die es bis zu ihrem Erwachsenenleben nicht schaffen, über das Erlebte zu sprechen. Norbert Denef, ist mit 9 Jahren zum ersten Mal als Ministrant von einem Priester sexuell misshandelt worden und das bis zu seinem 18. Lebensjahr. Ein Martyrium, über das er viele Jahre geschwiegen hat. Jetzt bricht Norbert Denef sein Schweigen:

"Sie sind fürs Leben gezeichnet, in welcher Form auch immer. Das man ausgegrenzt wird, dass man erneut Schaden nimmt. Eine Superkatastrophe ist das und die müssen wir uns erneut anschauen."

Deshalb hat Denef das NetzwerkB gegründet - eine Austauschplattform, die Opfern helfen soll, ihr Schweigen zu brechen. Norbert Denef geht es vor allem darum, die Frist zu kippen, innerhalb der sexuelle Misshandlung juristisch verjährt und er erklärt warum ihm das so wichtig ist:

"Weil jegliche Verjährung Täterschutz bedeutet und die Opfer müssen Schweigen. Das its das größte Verbrechen, was wir als Menschen den Kindern antun können, wenn wir sagen: das, was ihr erlebt habt, dürft ihr niemandem mehr erzählen."

Verjährung auf 30 Jahre hochsetzen

Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek setzt sich derzeit genau wie ihre Bundeskollegin für eine Verlängerung der Verjährung von 3 auf 30 Jahre ein und dass die Frist erst mit dem 25. Lebensjahr des Opfers beginnt. Justizsprecher Thomas Baehr erklärt, warum es überhaupt eine Verjährungsfrist gibt.

"Da sie für eine Verurteilung natürlich immer Beweise brauchen und je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger wird es natürlich, eine Tat nachzuweisen."