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Radio Hamburg

Alstertal-Einkaufszentrum

Kameras sollen weg

Ein Drittel der dortigen 75 Videokameras sind nach Meinung der Datenschützer rechtswidrig.

Hamburg - Das zur ECE-Gruppe gehörende Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg muss ein Drittel der 75 aufgehängten Videokameras abbauen. Nach Ansicht mehrerer Landesdatenschutz-Behörden, darunter auch unserer hier in Hamburg, ist die großflächige Videoüberwachung in Einkaufszentren der ECE-Gruppe rechtswidrig.
Der Grund: Jeder Bürger hat in Deutschland die Freiheit, sich unbeobachtet in öffentlichen Räumen zu bewegen. Wenn Kameras aber an Eingängen zu Toiletten, Rolltreppen oder Umkleidekabinen hängen, wird es fragwürdig.

Dazu Johannes Caspar, der Hamburger Datenschutzbeauftragte:

"Wir haben uns insbesondere jetzt mit dem Alstertal-Einkaufszentrum beschäftigt. Dort sind 75 Kameras aktiv. Wir haben 51 Kameras akzeptiert, aber bei 24 Kameras sind wir der Auffassung, dass sie weder geeignet sind etwas zur Sicherheit beizutragen, noch erforderlich oder verhältnismäßig. Wir haben also gefordert, dass diese abzuhängen sind. Das ist aber bisher noch nicht geschehen."

Die Hamburger Firma ECE, die in Deutschland 93 Shoppingcenter betreibt und zum Besitz der Otto-Familie gehört, sieht das Ganze anders. Dazu Robert Heinemann von ECE:

"Die Kameras sind nach unserer Auffassung und auch nach Auffassung von Juristen alle selbstverständlich zulässig und zur Sicherheit unserer Kunden erforderlich. Und von daher sehen wir momentan keinen Grund, warum diese Kameras abgebaut werden sollen."

Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar kontert daraufhin im Interview:

"Wir können nur sagen, dass für uns ein riesengroßer Unterschied besteht zwischen den Kamerasystemen, die wir in Bussen, Bahnen und im öffentlichen Nahverkehr haben und wo es um schwere Gewaltverbrechen geht, die verübt werden. Und hier wissen wir auch, dass die Kameras auch Sinn machen. Und andererseits eben dem ECE, wo wir einen relativ sicheren Raum in der Öffentlichkeit haben, in dem auch derartige Taten nachweislich nicht begangen worden und wo es darum geht, mehr oder weniger Dinge des Hausrechts durchzusetzen wie etwa Rauchverbote oder das Verbot des Verteilens von Prospekten."