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Radio Hamburg

Hamburger-Kriminalstatistik

Geschönte Zahlen?

17 Tage vor der Wahl präsentiert Innensenator Vahldieck die Kriminalstatistik für Hamburg.

Hamburg - In der Polizeilichen Kriminalstatistik ist in diesem Jahr weniger mehr. Innensenator Vahldieck präsentiert 17 Tage vor der Wahl weniger Gewalt, weniger Kriminalität, aber vor allem weniger Zahlen. Die eigentliche, ausführliche Statistik wird erst im März vorgelegt. Bis dahin gibt es nur einige ausgesucht, positive Zahlen.

Angst in öffentlichen Verkehrsmitteln

Im Fokus der Öffentlichkeit haben im letzten Jahr besonders Gewalttaten gestanden, die in Bussen und Bahnen oder auf Bahnsteigen verübt worden sind. In einer Repräsentativen Umfrage von Trend Research im Auftrag von Radio Hamburg und Oldie 95, haben im Juli vergangenen Jahres 73 Prozent der befragten Hamburger angegeben, dass sie Angst haben, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, vor allem abends.
Seither versuchen wir, von den Behörden konkrete Zahlen zu den Gewalttaten in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekommen. Zahlen, auf die auch Andreas Dressel, Innenexperte der SPD, bislang vergeblich wartet. „Da wurde bisher in der Tat gemauert. Ich glaube, dass es für die Fahrgäste schon relevant ist, wie es in den öffentlichen Verkehrsmitteln genau aussieht. Da reicht es natürlich nicht, dass man sagt, wir können ihnen zwar die Zahlen für St. Pauli sagen, aber nicht die für die S-Bahn Station Reeperbahn. Die Aufforderung bleibt bestehen. Wir wollen, dass eine vollständige Gewaltbilanz im öffentlichen Nahverkehr vorgelegt wird und wir hoffen, dass wir diese Zahlen auch noch rausbekommen.“

Innensenator Vahldieck hat scheinbar eigene Quellen zur Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln: „ Auch da sind die Zahlen zurückgegangen und wenn man weiß, dass jeden Tag eine Millionen Menschen den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, dann weiß man, dass die Wahrscheinlichkeit, gerade dort Opfer einer Straftat zu werden, so gering ist, wie die Wahrscheinlichkeit, dass man im Lotto gewinnt.“
Die bisher veröffentlichte Statistik bleibt den Beweis für diese Behauptung allerdings schuldig. Reinhard Chedor, Leiter des Landeskriminalamtes, werden die Zahlen denn noch nachgereicht? „Nein, die Zahlen erfassen wir definitiv nicht. Wir erfassen die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht. Was berichtet wird, sind Einzelfälle, die ganz bedauerlich sind. Aber das ist für uns kein Anlass, dass in einer Statistik zu erheben.“

Bei der Bewertung, wie gefährlich die öffentlichen Verkehrsmittel tatsächlich sind, müssen sich die Hamburger wohl auch weiterhin auf ihr ganz subjektives Empfinden verlassen.