Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Schul-TÜV

Zeugnisse jetzt auch für die Schulen

Die SPD will in Hamburg die Ergebnisse des sogenannten Schul-TÜVs im Internet veröffentlichen.

Hamburg - Mehr Transparenz für Hamburger Eltern: Künftig können Eltern schulpflichtiger Kinder sich im Internet darüber informieren, wie Hamburgs Schulen im Schul-TÜV abschließen. "Wenn wir die Schulqualität verbessern wollen, dann müssen wir das, was es an Ergebnissen in diesem Bereich gibt, für alle nutzbar machen", sagte der SPD-Schulexperte Lars Holster. Die Berichte der Schulinspektion könnten für Eltern eine Hilfe bei der Wahl der richtigen Schule für ihr Kind und die Veröffentlichung im Internet eine sinnvolle Ergänzung zur Präsentation der Ergebnisse in den Schulen sein.

"Es wird aber kein Online-Ranking der Schulen geben", sagte Holster am Donnerstag. Vielmehr sollten einzelne Daten, zum Beispiel über die Unterrichtsbewertungen, öffentlich gemacht werden. Vertrauliche Ergebnisse wie die Beurteilung von Schulleitern seien hingegen davon ausgenommen.

Umgesetzt werden könnte der Vorschlag frühestens zur Schulanmeldung im Februar 2013. Für den Vorstoß gab es Lob von der Handelskammer Hamburg. "Dies schafft einen Anreiz zur stetigen Verbesserung besonders in den Schulen, wo es notwendig ist", sagte der Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz.

Heftige Kritik äußerte hingegen die oppositionelle Linke. "Es werden sich alle Eltern auf die angeblich beste Schule stürzen und es wird ein gnadenloser Kampf um einen Schulplatz beginnen", sagte die Fraktionschefin Dora Heyenn. Der Vorschlag sei unsozial und verschärfe die soziale Spaltung in der Gesellschaft. Es blieben die Kinder auf der Strecke, deren Eltern als "bildungsfern" gelten. Die CDU bezeichnete das Vorhaben als "Rolle rückwärts der SPD". Noch vor einige Wochen habe Holster eine Veröffentlichung im Internet ausdrücklich abgelehnt. Dennoch begrüßte die Fraktion den Tenor des Vorschlags, mahnte aber, über die Konsequenzen nachzudenken. "Wer Ja zu mehr Transparenz sagt, muss zum Beispiel auch eine freie Schulwahl ermöglichen", sagte CDU-Schulexperte Robert Heinemann.

(dpa)