Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Wohnungsnot

Scholz ruft zum Schulterschluss auf

Die weiter wachsende Stadt Hamburg braucht mehr Wohnungen mit bezahlbaren Mieten.

Hamburg - Angesichts fehlender Wohnungen und immer höherer Mieten in Hamburg hat Bürgermeister Olaf Scholz Opposition und Regierungsfraktion zu einem gemeinsamen Engagement aufgefordert. "Diese Anstrengung muss jetzt gemeinsam begonnen werden. Da darf nicht gegeneinander geredet werden, sondern das müssen wir miteinander zustande bringen", sagte er am Mittwoch in der Bürgerschaft. Er hatte in einer Aktuellen Stunde des Parlaments überraschend das Wort ergriffen und sagte: "Niemand tut den Bürgerinnen und Bürgern in dieser Stadt einen Gefallen, wenn, das, was wir als ernsthafte Debatte über den Wohnungsbau zustande bringen, daherkommt als das übliche Beschimpfen der Politiker untereinander."

Die Opposition sicherte zwar ihre Mitarbeit zu, sparte aber auch nicht an Kritik. Im Jahr 2030 werde Hamburg möglicherweise mehr als 1,9 Millionen Einwohner haben, sagte Scholz. Die ganze Politik in der Hansestadt müsse deshalb verabreden, dass jeder, der eine Wohnung suche, auch eine finde.

6.000 neue Wohnungen versprochen

Mit Blick auf die versprochenen mindestens 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr betonte der Bürgermeister, es dürften in keinem Jahr weniger werden. "Wir müssen es hinkriegen, dass der Wohnungsbau in Hamburg wieder eine ganz massive Realität wird." Es müsse doch so sein, "dass die Bürger dieser Stadt den Eindruck haben, alle Abgeordneten dieses Hauses haben vor allem eines im Sinn: nämlich wie wir all denjenigen, die mit den Wohnungsmietpreisen nicht zurecht kommen, die eine Wohnung suchen und keine finden (...), dass wir diesen möglichst bald zu einer geeigneten Wohnung verhelfen."

Kritik von der CDU

Der CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich sagte: "Hier müssen in der Tat alle Parteien zusammenstehen und hier müssen wir etwas ändern." Aber die SPD habe mehr zu leisten, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Er zählte dazu eine andere Verkehrs-, Wissenschafts- und Sozialpolitik. "Hier hat der Senat noch nicht geliefert." Außerdem kritisierte Wersich, dass der Senat nicht einmal wisse, wie viele Wohnungen derzeit gebaut werden. "Mit einem solchen Controlling können sie die Ziele nicht erreichen", sagte er.

Der GAL-Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan betonte, er begrüße Scholz' Appell zwar, die SPD müsse aber bei sich selbst beginnen. "Die einzigen, die in dieser Debatte immer den Finger auf die anderen gezeigt haben, das war die Regierungsfraktion", sagte Kerstan. Scholz könne nicht immer nur die Schuld auf die Vorgängersenate schieben. Er forderte die SPD-Regierung auf, an den konkreten Problemen zu arbeiten. "Wir alle sollten viel mehr an den praktischen Problemen arbeiten, anstatt hier große pathetische Appelle zu starten, die an der Situation leider nichts ändern", sagte er.