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Radio Hamburg

Turbo-Abi

CDU geht auf Hamburger G9-Initative zu

Hamburg, 21.03.2014

Können Hamburgs Schüler in Zukunft wählen ob sie 12 oder 13 Jahre lang die Schulbank drücken möchten?

Nachdem Niedersachsen ab 2015 zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehrt, regt sich auch in Hamburg Widerstand gegen das Turbo-Abi.

2002 hatte der CDU-geführte Senat unter Ole von Beust die Einführung des umstrittenen G8-"Turbo-Abiturs" beschlossen. Nachdem Niedersachsen bereits im nächsten Schuljahr (2015/ 2016) flächendeckend zum Abitur nach neun Jahren Gymnasium zurückkehrt, kommt nun auch Bewegung in die Hamburger Debatte rund um die Schulreform. Die CDU will der Hamburger Initiative " G9-Jetzt-HH" mit Zugeständnissen unter die Arme greifen.

Drohender Volksentscheid

Bereits Ende 2013 konnte die Initiative, die sich für eine Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 starkmacht, einen ersten Erfolg einfahren. In kurzer Zeit sammelte "G9-Jetzt-HH" 10.000 Unterschriften in Hamburg, um mit ihrem Anliegen vor dem Schulausschuss der Stadt angehört zu werden. Nach der nötigen Zahl an Unterschriften hat die Bürgerschaft noch bis April Zeit, um über die Änderungen zu entscheiden. Geschieht dies nicht, kann die Initiative ein Volksbegehren starten, die Vorstufe eines Volksentscheides.

Verhandlungen laufen

Derzeit verhandelt die Initiative mit der allein regierenden SPD. Ergebnisse dieser Gespräche sind bisher nicht bekannt, allerdings will die SPD am Mittwoch (26.03) erste Ergebnisse präsentieren.

CDU will Zugeständnisse machen

Um einen möglichen Volksentscheid abzuwenden, bewegt sich die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgschaft nun erstmals auf die Initiative zu. Vor einigen Monaten noch warnte Schulsenator Rabe (SPD) davor nun schon wieder Änderungen an den Gymnasien vorzunehmen und Uni-Präsident Lenzen tat die Klage der Eltern gar mit den Worten ab: "Das ist eine Klage von Eltern aus der Mittel- oder gar Oberschicht, die ihre Kinder nachmittags Tennis spielen lassen wollen". Ganz andere Töne kamen plötzlich am Donnerstag (20.03) aus dem Rathaus. "Wir wollen den Schulfrieden in Hamburg retten", so CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich.

10-Punkte-Plan

Seine Fraktion habe ein 10-Punkte-Papier für mögliche Verhandlungen mit der Schulinitiative entwickelt. Nach dem Papier kann es sich die CDU-Fraktion vorstellen, dass die 60 allgemeinbildenden Gymnasien der Hansestadt bis Ende Oktober selbst darüber entscheiden können, ob sie zum nächsten Schuljahr weiterhin G8 oder wieder G9 anbieten wollen. Große Gymnasien könnten auch beide Züge anbieten. Das generelle "Turbo-Abi" in Hamburg wäre damit vom Tisch und die Forderungen von "G9-Jetzt-HH" zumindest teilweise erfüllt. Nach deren Meinung sollen alle Gymnasien beide Wege zum Hochschulabschluss anbieten. "Wir bewegen uns in dieser Frage auf die Initiative zu", so Wersich.

Rückenwind für G9

Der Plan der Elterninitiative kann nach einer Umfrage des "Abendblattes" mit einer breiten Mehrheit in der Hamburger Bevölkerung rechnen. 70 Prozent der Befragten sind demnach für eine Wiedereinführung der verlängerten Gymnasialzeit.

(dpa/ san)

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