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Radio Hamburg

Bezirkswahlen

Hamburger SPD verliert massiv Stimmen

Hamburg, 27.05.2014
Wahlen, Hamburg, Wahl, Wählen

Hamburgs Wähler haben der SPD am Sonntag zwei unterschiedliche Zeugnisse ausgestellt. 

Die SPD hat bei der Bezirksversammlungswahl in Hamburg massiv Stimmen verloren, bleibt aber mit Abstand stärkste Kraft.

Nach dem guten Ergebnis bei der Europawahl hat die SPD Hamburg bei der Wahl der Bezirksversammlungen herbe Verluste hinnehmen müssen. Nach Auszählung der 1.632 Wahlkreise kamen die Sozialdemokraten in den sieben Bezirken im Schnitt auf nur noch 35,7 Prozent - 9,6 Punkte weniger als bei der Wahl 2011. Sie verloren auch ihre absolute Mehrheit in Hamburg-Bergedorf und Hamburg-Harburg. Zulegen konnten dagegen CDU, Grüne und Linke. Ebenfalls in allen Bezirken erfolgreich ist laut den am Montag veröffentlichten Ergebnissen die Alternative für Deutschland (AfD). Die FDP scheiterte dagegen bei der Wahl am Sonntag in zwei der sieben Bezirksversammlungen an der Drei-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung sank von durchschnittlich 54 Prozent 2011 auf nur 41 Prozent.

Stimmungstest für Bürgerschaftswahl

Die Wahl der Bezirksversammlungen gilt unter Beobachtern auch als Stimmungstest für die Bürgerschaftswahl im Februar kommenden Jahres, bei der die SPD unter Bürgermeister Olaf Scholz ihre absolute Mehrheit verteidigen will. Der SPD Fraktionsvorsitzende in der Hamburgischen Bürgerschaft, Andreas Dressel, zeigte sich vor allem wegen der deutlich geringeren Wahlbeteiligung enttäuscht. "Die dramatisch gesunkene Wahlbeteiligung spiegelt sich leider auch in unseren Ergebnissen wider."

CDU profitiert nur wenig

Dass die SPD wegen der Zusammenlegung der Europa- und Bezirksversammlungswahlen nicht die gleichen Ergebnisse wie 2011 erzielen würde, als die Bezirke mit der Bürgerschaft gewählt wurden, damit habe man gerechnet. Dennoch betonte Dressel: "Starke Bezirke hätten eine stärkere Beteiligung verdient gehabt." Trotz der massiven SPD-Verluste konnte die CDU nur wenig profitieren. Sie steigerte ihr Ergebnis lediglich um durchschnittlich 1,3 Punkte auf 24,7 Prozent. "Ein bisschen mehr hätte ich mir gewünscht", sagte CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich der Nachrichtenagentur dpa. Aber die Tendenz sei dennoch klar: "Die SPD hat ihre absolute Mehrheit in der Stadt verloren, die politischen Verhältnisse sind wieder offen."

Jubel bei den Grünen

Die Politik in Hamburg werde in den nächsten Monaten wieder spannend. Grund zum Jubeln hatten dagegen die Grünen, die in einigen Bezirken die besten Ergebnisse aller Zeiten erzielten - so überholten sie beispielsweise in Eimsbüttel sogar die CDU und wurden mit 23,1 Prozent zweitstärkste Kraft. "Wir haben auf einen positiven Wahlausgang gehofft, aber diese immense Zustimmung für unsere Politik vor Ort haut uns regelrecht um", sagte die Grünen-Parteivorsitzende Katharina Fegebank. Auch die Linken, die etwa in Mitte und Altona auf gut 14 Prozent kamen, zeigten sich zufrieden: Linken-Landessprecher Bela Rogalla kündigte an, dass sich seine Partei jetzt auf den Bürgerschaftswahlkampf konzentrieren werde, "damit wir mehr Menschen
für unsere Politik der sozialen Gerechtigkeit gewinnen".

AfD schafft Einzug

Wie schon bei der Europawahl schaffte die Alternative für Deutschland (AfD) aus dem Stand den Einzug in alle sieben Bezirksversammlungen. Im Schnitt kam sie auf 4,6 Prozent, worunter Beobachtern zufolge vor allem die FDP zu leiden hatte. Sie kam nur noch in fünf Bezirken über die Drei-Prozent-Hürde, sackte nach durchschnittlich 5,5 Prozent im Jahr 2011 auf nun 3,7 Prozent ab. Die Piraten sind wieder in zwei Bezirksversammlungen vertreten. 

Ihre jeweils besten Ergebnisse erzielte die SPD in Bergedorf (39,3 Prozent) und die CDU in Wandsbek (29,3). Grüne und FDP konnten vor allem in Eimsbüttel punkten (23,1/4,5) sowie die Linken in Mitte (14,1). Die AfD schaffte ihr bestes Ergebnis in Harburg (6,0) und die Piraten kamen in Mitte auf bis zu 4,4 Prozent.

Hier gibt's alle Ergebnisse der Bezirkswahlen auf einen Blick.

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